Progressive Muskeldystrophien

Progressive Muskeldystrophie ist die übergreifende Bezeichnung für eine Gruppe sehr verschiedener, chronisch verlaufender Krankheiten der Skelettmuskulatur, die mit einem fortschreitenden Funktionsverlust der Muskelsubstanz einhergehen.

Ursache ist bei allen diesen Krankheiten eine durch Genveränderungen bedingte, bis heute nicht heilbare Schädigung der Muskelzellen, die eine leichte Muskelschwäche bis vollständige Lähmung der betroffenen Muskeln zur Folge haben kann.

Die häufigste Muskeldystrophieform des Kindesalters ist der nach seinem Erstbeschreiber Guillaume Duchenne benannte Typ, die häufigste Form des Erwachsenenalters ist die myotone Dystrophie Typ Curschmann-Steinert (heute auch Typ 1 genannt).

Vorkommen

Muskeldystrophien sind seltene Krankheiten. Sie kommen weltweit mit einer durchschnittlichen Häufigkeit von etwa 1 Erkrankten auf 3500.000 Einwohner vor. Diese geringe Zahl teilt sich noch auf die verschiedenen Formen der Muskeldystrophien auf, die sich durch den Erbgang, den Manifestationsbeginn, den bevorzugten Beginn in bestimmten Muskelgruppen, den Schwerpunkt der überwiegend betroffenen Muskeln, die Geschwindigkeit des Fortschreitens und die Beteiligung anderer Organe unterscheiden. Daher ist es verständlich, dass viele Ärzte mit diesen Krankheiten wenig Erfahrung haben. Eine genaue Diagnosestellung kann oft nur in den von der DGM zertifizierten Muskelzentren erfolgen.

Weiterführende Informationen finden Sie in dem Flyer "Die Progressiven Muskeldystrophien", der nachfolgend als Download zur Verfügung steht.