Neuromuskuläre Erkrankungen werden ab sofort für Corona-Impfung mit hoher Priorität anerkannt

Endlich ist der Weg zur Schutzimpfung für Personen mit Muskelerkrankungen erleichtert worden.

Die neue Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaImpfV) wurde am 11. März 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt rückwirkend zum 8. März 2021 in Kraft.
Danach haben gem. 3 Abs. 1 Nr. 2 f CoronaImpfV Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen mit hoher Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung.
Dies gilt gleichermaßen für bis zu zwei enge Kontaktpersonen einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person mit einem sehr hohen oder hohen Risiko für einen schweren Verlauf, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 a).

Laut telefonischer Auskunft des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) am 18.03.2021 können Muskelerkrankte mit einer ärztlichen Bescheinigung von ihrem Hausarzt oder Neurologen, aus der die Diagnose hervorgeht, direkt einen Termin für eine Impfung in einem Impfzentrum vereinbaren. Dieses Zeugnis kann auch telefonisch vom behandelnden Arzt angefordert und per Post zugestellt werden (§ 6 Abs. 5 CoronaImpfV).

Weitere Informationen des MSGIV zur Schutzimpfung gibt es hier:  https://brandenburg-impft.de/bb-impft/de/.

Kerstin Hartung
DGM Sozialberatung
LV Brandenburg