Corona-Schutzimpfung

Nachfolgend finden Sie sowohl allgemeine Hinweise rund um die Corona-Schutzimpfung, als auch Informationen inbesondere für Menschen mit einer Muskelerkrankung. Der Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ist in der Coronavirus- Impfverordnung (CoronaImpfV) vom 01.06.2021 geregelt.

Mit dem Inkrafttreten der Verordnung am 07.06.2021 wurde die Impfpriorisierung bundesweit grundsätzlich aufgehoben. Die Bundesländer können jedoch die bisher geltenden Priorisierungen fortsetzen. Zu den für eine vorrangige Impfung vorgesehenen Gruppen zählen Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen und ihre engen Kontaktpersonen, sowie Heilmittelerbringer, Assistenz und Pflegekräfte in ihrer ambulanten Versorgung. Vor dem 2. Juni 2021 vereinbarte Impftermine behalten ihre Gültigkeit. Impfungen werden nun allgemein von Arztpraxen in der vertragsärztlichen Versorgung und von Fachärztinnen und Fachärzten der Arbeits-/Betriebsmedizin durchgeführt.

Organisation der Schutzimpfung in den Bundesländern

Die Bundesländer sind für die Organisation der Impfung gegen Corona zuständig. Sie betreiben die Impfzentren, vergeben Termine und planen den Einsatz der mobilen Teams in Pflegeheimen. Hier finden Sie die Infoseite Ihres Bundeslandes zur Corona-Schutzimpfung.

Empfehlungen der World Muscle Society zum Thema Corona-Impfstoffe

Die World Muscle Society beschäftigt sich in ihren Empfehlungen mit Fragen zu den neu entwickelten Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV2, die von Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen gestellt werden. Da die Entwicklung sehr dynamisch ist, werden die Empfehlungen immer wieder überprüft. Hier finden Sie die aktualisierte Fassung vom 28. Februar 2021, die Prof. Dr. med. Benedikt Schoser dankenswerterweise wieder für uns übersetzt hat. Empfehlungen der World Muscle Society zum Thema Corona-Impfstoffe_Stand_28.02.2021

DGM-Videotalk: Corona-Impfung und Neuromuskuläre Erkrankungen

Am 9. Dezember 2020 standen der DGM mehrere Experten für ein Referat und die anschließende Fragerunde zu diesem Thema zur Verfügung. Hier finden Sie den Mitschnitt auf unserem YouTube-Kanal.
Häufige Fragen zur COVID-19-Impfung beantwortet das Robert-Koch-Institut (RKI).

Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Corona-Schutzimpfung:

Zu den zugelassenen Impfstoffen – Informationen des IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen)

Schutzimpfungen gegen COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen

Mit ihrem Beschluss vom 10.06.2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit Vorerkrankungen aufgrund eines anzunehmenden erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer). Dazu zählen auch chronische neuromuskuläre Erkrankungen.

Zusätzlich wird die Impfung Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren empfohlen, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z.B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie).

Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz möglich.