Vielfalt als Chance – neue Schulen, die allen offen stehen

Die Inklusion von Kindern mit schweren und mehrfachen Behinderungen ist der Maßstab für das Gelingen der gemeinsamen Schule. Im BayEUG (Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen) ist das Recht der Eltern verankert, zu entscheiden an welchem Lernort ihr Kind unterrichtet werden soll. Dieses Recht besteht für Schüler mit komplexen Behinderungen oft nur in der Theorie.

Fehlende Barrierefreiheit erschwert es häufig den allgemeinen Schulen, selbst bei gutem Willen und Unterstützung durch den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD), Schüler unter Beachtung ihres sonderpädagogischen Förderbedarfs zu unterrichten.

Die Anforderungen an die Eltern sind zudem deutlich höher, als wenn das Kind eine Förderschule besucht:
Ein Schulbegleiter muss beantragt und oft auch organisiert werden, Therapien und weitere Förderungen müssen außerhalb der Schule am Nachmittag stattfinden, Nachmittags- und Ferienbetreuung gibt es nur selten. Die Familie muss sich deutlich stärker engagieren und mehr Zeit aufwenden. Das Positionspapier fordert die Änderung und den Ausbau der schulischen Rahmenbedingungen unter folgenden Gesichtspunkten:

1. Haltung der Lehrkraft
2. Einsatz spezifischer Fachkräfte, unabhängig vom Schulort
3. Beachtung des aktuellen Unterstützungsbedarfs eines Schülers
4. Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen
5. Zusammenarbeit mit verschiedenen Kostenträgern
6. Personal für den sonderpädagogischen Förderbedarf
7. Erhaltung und Erweiterung des bewährten Partnerklassenmodells
8. Verbreiterung der inklusiven Basis
9. Förderschulen als wichtiger Bestandteil einer inklusiven Schullandschaft
10. Förderschulen als Schulen für Kinder mit und ohne Behinderung

Im Interesse der Kinder mit schweren und mehrfachen Behinderungen geht es nicht um die Abschaffung der Förderschule. Das Ziel muss sein, einem gemeinsamen Schulbesuch für Kinder mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Es werden keine Sonderrechte für Schüler mit komplexer Behinderung gefordert, aber das Recht auf wohnortnahe, gute inklusive Beschulung.

Das spannende und fünfseitige Positionspapier welches ermutigt, Schule inklusiv zu gestalten.

„Vielfalt als Chance – neue Schulen, die allen offen stehen“

lesen Sie auf www.lvkm.de mehr dazu (oder Sie fordern das Papier bei uns in der Geschäftsstelle an).