Spendendusche für die DGM

1,2 Millionen Euro in 4 Wochen

Ice Bucket Challenge 2014

Auch wenn er es in vielen Teilen Deutschlands wettermäßig nicht besonders warm war: Der Sommer 2014 war für die DGM der „Jahrhundertsommer“. Überwältigende 1,2 Millionen Euro erhielt die DGM im Rahmen der Icebucket Challenge for ALS von über 40.000 Einzelspendern.

Icebucket Challenge – was ist das?
Sogenannte Challenges (Herausforderungen) sind ein Phänomen der Sozialen Medien. Sie funktionieren denkbar einfach: Jemand nominiert eine Person für eine bestimmte Aufgabe, wenn der Nominierte sie nicht erfüllt, muss er etwas anderes tun (z. B. an eine soziale Organisation spenden). Tut er es, darf er drei andere Menschen nominieren ihm nachzufolgen, dreht in der Regel ein lustiges Video von der Aktion und darf sich vieler Kommentare und Gefällt-mir-Daumen sicher sein.
Die ALS Association in den USA hat diesen Trend genutzt und mit der Ice-Bucket-Challenge zum Spenden für die Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose aufgerufen. Viele Prominente sprangen auf den Zug auf und taten beides: sich in einem lustigen Video präsentieren und auch für die Erforschung von ALS spenden.

IBC in Deutschland – eine genutzte Chance für die DGM
Deutsche Sportler griffen den Trend auf und posteten Videos von ihren Aktionen auf Facebook. Im August schwappte der Trend nach Deutschland und brachte, dank guter Ideen und auch einer Menge Glück, die DGM ins Spiel. Horst Ganter überschüttete sich vor laufender Kamera mit einem Eimer Eiswasser. Sowohl die Zuschauer von „Brisant“ (ARD) als auch über 7.000 Menschen auf Facebook haben diesen Moment mitverfolgt. Danach brach eine wahre „Eiswelle“ los.
Zuerst regnete es Presseanfragen auf die Bundesgeschäftsstelle der DGM und die Landesverbände. Viele Journalisten schätzten die DGM als Informant über ALS und Verbindung zu Betroffenen. Fernsehmagazine, Tageszeitungen und Radiosender – sie alle kontaktierten die DGM auf der Suche nach Informationen und einer Einschätzung für, diese auf den ersten Blick verrückte, Aktion. Für die DGM war das eine einmalige Chance auf die Folgen von ALS für Betroffene, die aktuelle Forschungssituation und die Schwierigkeiten, mit denen Betroffene und Angehörige im Alltag konfrontiert sind, aufmerksam zu machen.

Spenden statt Eiswürfeln
Nach der Informationswelle brach die Spendenwelle los. Der Facebook-Beitrag, in welchem sich die DGM für die ersten bisher eingegangenen Spendengelder bedankte und die Kontoverbindung für Spenden veröffentlichte, wurde von über 450 Personen mit ihren Freunden geteilt und über 35.000 Mal gelesen. Der frisch veröffentlichte Facebookaccount der DGM hat gute Dienste und einen nicht unwesentlichen Beitrag zu diesem Ergebnis geleistet. Auch wenn andere Organisationen mehr prominente Spender erreichen konnten: die breite Masse der Bürger hat ihr Vertrauen der DGM geschenkt und ihre Spende an uns gerichtet. Allen Spendern sind wir unglaublich dankbar. Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet.

Wie geht es weiter?
Neben den Geldern für die Erforschung von ALS sind auch viele Gelder zu anderen Verwendungszwecken eingegangen. Da diese Spenden zweckggebunden sind, muss der Zweck jeder Spende ermittelt und ihm auch zugeführt werden. Der Vorstand wird über die weitere Verwendung der Gelder entscheiden. Erste Absprachen dazu wurden in der Vorstandssitzung im Oktober getroffen. Geplant ist bisher eine Sonderforschungsausschreibung für Forschungsprojekte, die sich mit der Erforschung von ALS befassen.

Danke an alle Teilnehmer
Auch viele Mitglieder haben aktiv dabei mit geholfen dieses Ergebnis zu erzielen. Sie haben eigene Videos gedreht, unsere Beiträge geteilt, mit Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern gesprochen und viele Telefonate geführt. Ihr Beitrag war für diese Aktion unschätzbar wichtig. Wir möchten uns an dieser Stelle nicht nur bei den Spendern, sondern auch bei all jenen bedanken, ohne deren Hilfe diese Aktion niemals so erfolgreich geworden wäre.