28.11.2025

Inklusionsbarometer 2025: Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt nimmt zu

Grafische Darstellung von Inklusion

Die Arbeitslosen­quote unter Menschen mit Behinderung stieg 2024 auf fast zwölf Prozent. Damit ist sie doppelt so hoch wie der allgemeine Wert. Dies zeigt die gemeinsame Arbeitsmarktstudie der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes. Auch die Beschäftigungsquote, die Unternehmen mit mehr als 20 Angestellten gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze an Menschen mit Behinderung zu vergeben, sank auf den niedrigsten Wert seit der ersten Erhebung des Inklusionsbarometers 2013. 

DGM-Geschäftsführer Mirko Bastian betont: "Viele Menschen mit neuromuskulärer Erkrankung wollen ihr Potential auf dem Arbeitsmarkt einbringen, finden jedoch keine Anstellung. Natürlich können die verschiedenen Muskelkrankheiten Einschränkungen im Alltagsleben mit sich bringen. Dies ändert jedoch nichts an der Bereitschaft der Menschen, arbeiten zu wollen. Es muss ein politisches und gesellschaftliches Ziel sein, dass Menschen mit  Beeinträchtigungen im Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Dass die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderungen doppelt so hoch ist wie die allgemeine Arbeitslosenquote, ist ein Armutszeugnis und Beleg dafür dass in diesem Bereich große Anstrengungen nötig sind."

Auf der Website der Aktion Mensch finden Sie weitere Infos zum Inklusionsbarometer Arbeit und zu den Möglichkeiten gelingender Inklusion.