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Post-Polio-Syndrom

Physiotherapie

Behandlungsziele und geeignete physiotherapeutische Maßnahmen

Ziel der physiotherapeutischen Maßnahmen ist es, die Folgender Erkrankung und die Auswirkungen der Muskelschwächeso gering wie möglich zu halten, um dadurch die größtmögliche Selbständigkeit sowie die Lebensqualität des Patientenzu erhalten bzw. zu verbessern. Die Behandlung erfolgt unter Berücksichtigung des individuellen Leistungspotentials sowie der Belastungsgrenze des Patienten. Ein weiteres Ziel ist, chronische Überlastungen durch den Patienten selbst zu reduzieren. Nach der akuten Erkrankung hat er erlernt, mit viel Engagement und hoher Belastung Funktionen wieder zu erkämpfen. Versucht er das bei Auftreten des Postpoliosyndroms, ist dagegen eine weitere Verschlechterung von Kraft und Funktionen zu erwarten. Das richtige Maß an Belastung ist hier gefragt. Der Therapeut kann Elemente verschiedenster Therapiekonzepte anwenden.

Schmerzlinderung/Verbesserung der Körperwahrnehmung

Erschöpfungszustände und daraus folgende Schmerzen lassen sich mit unterschiedlichen, ganzheitlich orientierten Entspannungstechniken und Methoden, die auf eine Sensibilisierung der Körperwahrnehmung zielen, behandeln. Zur Linderung von Schmerzen können neben aktiven Maßnahmen gezielte und dosierte Kombinationsbehandlungenangewendet werden, bestehend aus Wärmeanwendungen,Massagen, Lymphdrainagen sowie Hydro- und Elektrotherapie.Da ein Großteil der Betroffenen über eine ausgeprägte und schnelle Ermüdbarkeit und Schmerzen klagt, kann dieFührung eines Schmerztagebuches sinnvoll sein. Hierdurch werden eventuelle Zusammenhänge zwischen Belastungen verschiedener Art und dem Auftreten oder der Verstärkung dieser Symptome erkennbar gemacht.

Erhaltung der Funktionsfähigkeit der vorhandenen Muskulatur

Um dieses Ziel zu erreichen, sind zwei Gesichtspunkte zu beachten: die Pflege überbeanspruchter Muskulatur und die Aktivierung wenig beanspruchter Muskeln. Der Muskelpflege dienen alle Maßnahmen, die den Stoffwechsel überlasteter Muskeln normalisieren, z.B. weiche Massagetechniken, Lymphdrainage und Wärmeanwendungen, sowie passiv oder assistiv durchgeführte Bewegungen. Die Aktivierung wenig benutzter Muskelgruppen soll in jedem Fall unter alltagsorientierten Gesichtspunkten erfolgen. Der Therapeut muss das individuelle Leistungspotential des Patienten berücksichtigen. Die Behandlung sollte so dynamisch und abwechslungsreich wie möglich erfolgen. Dies kann durch eine gezielte Auswahl der Ausgangstellungen, aber auch durch die Abnahme der Körperschwere, z. B. im Schlingentisch oder im Bewegungsbad, erreicht werden

Weiterführende Information finden Sie in unserem Faltblatt "Wissenswertes über Physiotherapie bei Post-Polio-Syndrom (PPS)", das auf dieser Seite zum Download bereit steht.