02.11.2018 | In eigener Sache

Zukunftsweisende Informationen und faszinierende Täuschungen für die Mitglieder des Gesprächskreises Heide

Der Leiter des Gesprächskreises für Neuromuskuläre Muskelerkrankungen Heide, Herbert Heinlein, hatte einen sehr informativen und interessanten Tagesausflug nach Büsum organisiert. Erstes Ziel der Gruppe war das Ärztezentrum Büsum, dessen Träger die Gemeinde ist.

Die Tatsache, dass im Jahre 2015 das Durchschnittsalter der dort praktizierenden Hausärzte bei 64 Jahren lag und es schwierig war ärztlichen Nachwuchs zu bekommen, waren der Bürgermeister und die politischen Gremien alarmiert und handelten. Mit dem Koordinator der ambulanten Versorgung des Kreises Dithmarschen und der Ärztegenossenschaft Nord wurde ein Konzept entwickelt, um auch in Zukunft die medizinische Versorgung der hier lebenden Bevölkerung zu gewährleisten. Durch das neue Modell des Zentrums mit angestellten Ärzten lassen sich Synergieeffekte deutlich besser nutzen. Zu nennen wäre die Arbeit im Team, die Minderung von Verwaltungs- und Abrechnungsaufgaben und auch die Vertretungen, wenn sie denn kurzfristig notwendig werden.

Inzwischen wurden weitere Versorgungsbereiche kooperativ an das Zentrum angegliedert. Unter anderem eine Anlaufpraxis der KVSH, durch die eine ärztliche Versorgung in der Saison von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr gesichert ist. Das neueste Projekt „PORT“ umfasst eine spezielle Ausbildung für medizinisches Fachpersonal, das befähigt wird, Hausbesuche zu machen und bei eventuellen Problemen sofort mit dem behandelnden Arzt per Telemedizin Kontakt aufzunehmen, um dann erforderliche Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Dieses wird durch die Robert Bosch Stiftung GmbH, die eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa ist, gefördert. Nicht nur wir waren am Ende des Vortrages und der Besichtigung der verschiedenen Räumlichkeiten von diesem Konzept überzeugt, sondern es gibt Anfragen aus dem ganzen Land. Die Probleme sind auch in anderen Regionen die gleichen und allerorts ist man auf der Suche nach Lösungen.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von wissenschaftlichen Experimenten und überraschenden optischen Täuschungen. In der Phänomania in Büsum sind mehr als 200 Exponate zu erleben. Es war für die Teilnehmer eine spannende Entdeckungsreise durch eine faszinierende Welt von physikalischen Phänomenen der menschlichen Sinne. Verschiedenste Experimentierstationen bringen die Besucher immer wieder zum Staunen.

Am Ende des Rundganges bedankten sich alle Teilnehmer bei Herbert Heinlein und fuhren mit vielen neuen Eindrücken und Informationen nach Hause.

 Autor: Anne Claussen, Oktober 2018