04.09.2018 | Berichte

Lausitz hat nun auch einen Gesprächskreis

Gründungstreffen am 21. Juli 2018

Foto 1 Gesprächskreis Lausitz
Foto 2 Gesprächskreis Lausitz

Als im April 2018 turnusmäßig ein neuer Landesvorstand in Sachsen gewählt wurde, traten dafür auch neue, teils junge Personen als Vorstandskandidaten zur Wahl an. Einer der Kandidaten war ich, André Neutag. Ich komme ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, hatte dort bereits Vorstandserfahrungen sammeln können und leite zusammen mit Katharina Kohnen die Jugendgruppe Mitteldeutschland.

Mein Ziel als Mitglied des Vorstandes ist es,  einen neuen Gesprächskreis für die Mitglieder aus Ostsachsen zu gründen, für die der Weg bis nach Dresden, wo es einige aktive Gesprächskreise gibt, zu weit ist.

Gesagt - getan: Nach der Wahl begannen die ersten Vorbereitungen. Erste Telefonate mit Mitgliedern, unter anderem aus Görlitz, Zittau, Bautzen oder den Landkreisen der Region, verschaffte einen ersten Überblick über die Bedarfslage. Und die war eindeutig: Der Wunsch nach Austausch war groß. Aber auch andere Sorgen plagen die Betroffenen der Lausitz. Dazu gehört, dass die Versorgung mit Neurologen in der Region generell nicht gut ist. Noch schwieriger ist es, Ärzte zu finden, die Erfahrungen bei Muskelerkrankungen besitzen. 

Nach den weiteren Vorbereitungen, zum Beispiel der Suche einer Räumlichkeit, war der Termin schnell gefunden. Am 21.07.2018 war das Gründungstreffen des neuen Gesprächsangebotes für die östlich von Dresden lebenden Mitglieder, Betroffener und ihrer Angehörigen angesetzt.

So dankend viele der angerufenen Personen die Möglichkeit einer neuen Plattform angenommen hatten, so zahlreich sind dann am benannten Tag erschienen. Mit insgesamt 19 Betroffenen füllten sich die Räume der Blumenhalle des Messe- und Veranstaltungsparks in Löbau (Sachsen) - zwischen Görlitz und Bautzen gelegen - gut. Eine bunt gemischte Gruppe lernte sich kennen. Mit einer Spanne von 9 Jahren bis weit ins Rentenalter hinein, hatte sich eine dynamische Gesprächsrunde gebildet.

Alles begann mit einer Kennenlernrunde, jede und jeder sollte sich vorstellen, etwas über sich und seine bzw. ihre Wünsche an und für den neuen Gesprächskreis sagen. Mit Kaffee und Kuchen, den der Landesvorstand eigens für das Gründungstreffen aus Spenden finanzierte, war die Atmosphäre bestens geschaffen für darauf aufbauende vertiefende und individuelle Gespräche. Einige Teilnehmer verzogen sich auf die sonnendurchflutete Terrasse, andere versammelten sich in Kleingruppen bei einer zweiten Tasse Kaffee. Die Themen variierten von Reha-Aufenthalten, für Muskelerkrankungen erfahrene Neurologen, Hilfsmittel bis hin zu Ideen für potentielle Ausflüge in die Region.

Auch die Fortsetzung des Gesprächskreises ist gesichert. Mit Bernd Hempel aus Bautzen fand sich nach längerem Abwägen eine qualifizierte Leitungsperson für die neue Gruppe. Andere Anwesenden sagten ihm ihre Unterstützung bei Folgeplanungen zu. Und prompt wurde vereinbart, dass es schon im Dezember dieses Jahres ein weiteres Treffen, dann als Weihnachtsfeier, geben soll. 

Gern werden dann auch weitere neue Mitglieder und Interessierte des Gesprächskreises empfangen. Wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten, dann melden Sie sich bitte vorübergehend bei Herrn Neutag: andre.neutag [at] dgm.orgoder unter (0176) 80006116.

Monika Robitzsch - Landesverbandsvorsitzende - zeigte sich sehr zufrieden mit dem ersten Treffen. Ebenso freute sie sich über die Entscheidung des Herrn Hempel zu seiner Leitung. Somit wird einer engeren Zusammenarbeit zwischen Landesvorstand und „Gesprächskreis Lausitz“ - so der nun offizielle Name - nichts im Wege stehen.

Im Namen des Landesvorstandes möchte ich an dieser Stelle Herrn Hempel und allen Teilnehmenden sowie Interessierten viel Erfolg und Kraft sowie Kreativität für die hoffentlich vielen lebhaften und freudigen Treffen wünschen. Danke dafür, dass Sie mir das erste Treffen so sehr erleichtert haben!

Im Namen des Landesvorstandes

André Neutag

(Jugendbeauftragter im LV)