02.09.2019 | In eigener Sache

„Resilienz – das seelische Immunsystem“

Mitgliederversammlung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt

Mitgliederversammlung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt 2019

Bei schönstem Sommerwetter trafen sich 14 Mitglieder des Landesverbandes am 10. August 2019 zur diesjährigen Mitgliederversammlung, darunter auch Herr Prof. Vielhaber, Leiter des Neuromuskulären Zentrums Magdeburg. Der Landesvorstand um Beate Cwiertnia und Dr. Petra Muschke hatte dieses Mal ein besonderes Ambiente als Treffpunkt ausgesucht, das Innovations- und Gründerzentrum (IGZ INNO-LIFE) in Bad Salzelmen, einem Stadtteil von Schönebeck südlich von Magdeburg. Das IGZ INNO-LIFE befindet sich direkt am Kurpark im „Großen Kurhaus“, das im 19. Jahrhundert nach römisch-klassizistischem Vorbild errichtet wurde. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk ist ein Beispiel dafür, dass sich Denkmalschutz und Barrierefreiheit nicht ausschließen müssen. Die beliebte Tagungsstätte liegt etwa 500 m entfernt vom S-Bahnanschluss mit einem stufenlosen Zugang. Mit dem Auto erreicht man das IGZ bequem über die Anschlussstelle der A14 (4 km) oder dem Autobahnkreuz Magdeburg A2/A14 (25 km).

Nach dem Tätigkeitsbericht und Kassenbericht von Beate Cwiertnia und Dr. Petra Muschke wurde der Landesvorstand anhand des Berichtes der Kassenprüfer Helga Otto und Birgit Timmer entlastet. Der Bericht über das Treffen mit der Sozialministerin, Frau Grimm-Benne, am 03. Juni 2019 mündete in eine erneute Diskussion über die ambulante Versorgung der Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen. Herr Prof. Vielhaber unterstrich die Notwendigkeit einer integrierten Versorgung ambulanter Patienten, weil die Neuromuskulären Zentren in erster Linie der Lehre und Forschung dienen und die Versorgungsmedizin nicht ersetzen können. Weil es an einer entsprechenden Vergütung der Leistungen fehle, erfolge eine Orientierung auf wirtschaftlich interessante Bereiche. Zur Vermeidung langer Wartezeiten sei zudem die Mitarbeit der niedergelassenen Ärzte gefordert, um eine Vorsondierung für die Diagnosestellung zu übernehmen. Deshalb empfahl Herr Prof. Vielhaber, von der Politik konkrete Lösungsvorschläge für Strukturänderungen einzufordern. Die Ausführungen zur Delegiertenversammlung entfachte eine heftige Diskussion. Die mehrheitlich beschlossene - aber nicht von allen Delegierten mitgetragenen Satzungsänderungen - wurden im Hinblick auf das demokratisch strukturierte soziale System eines Vereins kritisch hinterfragt. Folgende Fragen blieben offen: Wie passt die Stärkung der Interessen mitgliedsstarker Landesverbände und Diagnosegruppen mit der „nach außen gerichteten Tätigkeit für die Allgemeinheit“ - wie sie für die Selbstlosigkeit gefordert und von den Landesverbänden unabhängig von ihrer Größe verwirklicht wird - zusammen? Wie ernst werden die berechtigten Interessen der kleineren Landesverbände oder informell zusammengehörenden Krankheitsgruppen genommen?

Gestärkt vom gemeinsamen Mittagessen nutzten die Mitglieder die Pause für einen kleinen Ausflug in den Kurpark und an das Gradierwerk, hinter dem der S-Bahnhof liegt. Anschließend führte uns die Teamleiterin des IGZ, Frau Rockmann, durch die Räumlichkeiten des IGZ, die sich sicherlich für weitere Veranstaltungen des Landesverbandes anbieten.

Am Nachmittag führte die Landesvorsitzende, Beate Cwiertnia, die Mitglieder in die Welt der Resilienz, dem seelischen Immunsystem oder der psychischen Widerstandsfähigkeit. Anhand einer lebendig mit Zeichnungen gestalteten PowerPoint Präsentation und unter unserer aktiven Mitwirkung erklärte Beate Cwiertnia, wie Krisen bewältigt werden können und wie wir unsere persönlichen und sozial vermittelten Ressourcen für die eigene Entwicklung nutzen können. Bevor alle wieder nach Hause fuhren, tauschten sich alle bei Kaffee und Kuchen aus.

Ein Dankeschön gilt dem Landesvorstand dafür, dass er auch in kleiner Besetzung am Ball bleibt und denjenigen, die das Kuchenbuffet bereichert haben.

Für den Landesverband
Birgit Timmer