10.05.2015 | In eigener Sache

Neuwahlen zum Landesvorstand

- Vorstellung der Kandidaten für die LV-Wahlen in Sachsen-Anhalt -

Zur Wahl des neuen Landesvorstandes in Sachsen-Anhalt haben sich erfreulicherweise einige Kandidaten gefunden, die wir nun auch hier auf der Homepage vorstellen wollen. Alle weiteren Informationen zur Wahl finden Sie im jetzt erscheinenden Muskelreport (02/15), in welchem auch der Wahlschein zum Ausschneiden und Ausfüllen vorzufinden sein wird.

 

Die Kandidaten für den Landesvorstand bzw. Delegation sind, die sich nachfolgend vorstellen werden:
- Dr. Sonnhild Bertz
- Beate Cwiertnia
- Claudia Klenner
- Dr. Petra Muschke
- André Neutag

 

Bewerbung für die Funktion des Beisitzers im Landesvorstand der DGM-Sachsen-Anhalt

Mein Name ist Sonnhild Bertz, geb. 11.6.51. Ich bin in der DGM seit 8 Jahren Mitglied und seit 2 Jahren in Leitung als Beisitzerin für die Verbindung unseres Landesverbandes zum Paritätischen Wohlfahrtsverband, anderen Selbsthilfegruppen, den med. Einrichtungen der Universitäten und dem Miteinander der regionalen und der Diagnosegruppen zuständig gewesen. Durch Krankheit und Rücktritt der anderen Leitungsmitglieder stand ich im Januar 2015 vor der schwierigen Situation der Wiederherstellung der Funktionalität und hatte dabei große Unterstützung durch unser in den Bundesvorstand gewähltes Mitglied Birgit Timmer und der Leiterin der Magdeburger Kontaktgruppe Bärbel Williges, sowie beim Verfassen der Berichte von André Neutag. Sie alle haben mich bestärkt, nicht aufzugeben und einen Neuanfang zu wagen. Das warmherzige Miteinander solcher engagierten Mitglieder wie Daniela Eisewicht, Roswitha Schmidt, Berkaus, Sukales oder Familie Latzel gibt mir die Gewissheit, mich trotz erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen durch FSHD und deren Folgen, wieder für ein Ehrenamt zu bewerben und meine sozialpolitischen und med. Ressourcen für den Landesverband Sachsen-Anhalt und deren Mitglieder sinnvoll zu nutzen . Ich arbeite noch vertretungsweise für schwererkrankte ärztliche Kollegen, bin wieder verheiratet mit einer Großfamilie von 6 Kindern und 9 Enkeln.
Magdeburg, den 10.4.15
Dr. Sonnhild Bertz

Bewerbung als stellvertretende Landesvorsitzende

Mein Name ist Beate Cwiertnia und ich bin 36 Jahre alt. Ich arbeite als Lehrerin an einer Sekundarschule und unterrichte katholische Religion, Geschichte und Musik. Wie bei vielen anderen in meiner Familie wurde bei mir FSHD festgestellt. Nach meiner Diagnose 2009 habe ich von der DGM erfahren, aber erst durch den Wechsel der Arbeitsstelle und meinem Umzug nach Halle (Saale) vor drei Jahren, habe ich mich intensiver mit der Krankheit und den Folgen auseinandergesetzt. In dieser Zeit habe ich auf verschiedenen Veranstaltungen die DGM und seine Mitglieder kennen und schätzen gelernt. Auch wenn ich erst seit 2013 Mitglied der DGM bin, kann ich mir eine aktive Mitarbeit gut vorstellen. Ich bin gern bereit, mich im Vorstand des Landesverbandes als Stellvertreterin einzubringen.
Beate Cwiertnia

Bewerbung als Delegierte und als Schriftführerin für den Landesvorstand Sachsen-Anhalt

Liebe Mitglieder der DGM,

im Jahr 2008 bin ich beruflich nach Frankfurt am Main gezogen, wo dann nach mehreren epileptischen Anfällen die Diagnose MELAS-Syndrom gestellt wurde.
Dort habe ich auch die DGM kennen gelernt und war regelmäßig zu den Treffen des Muskelstammtisches in Darmstadt. Es war toll zu erleben, wie jeder Einzelne vom Zusammensein profitiert, weil man die gleichen Probleme diskutieren kann ohne ausgegrenzt zu sein und trotz Muskelkrankheit zusammen Spaß zu haben. Seit April 2014 lebe ich wieder in meiner Heimat, genauer gesagt in Dessau-Roßlau.
Die Liebe zur Natur wurde mir schon in die Wiege gelegt, deshalb habe ich auch einen Abschluss in Naturschutz und Landschaftsplanung. Ich vertraue auf Gott, er hat mir meine Talente geschenkt. Und ebenso wie ich mich für den Erhalt und Schutz der Natur einsetze, dies im Gemeindebüro getan habe oder ehrenamtlich im Altenzentrum eine Seniorin betreue, möchte ich mich im Landesvorstand engagieren.
Durch meine gute Medikamenteneinstellung kann ich normal mit meiner Muskelkrankheit umgehen. Was mich am meisten beeinträchtigt, ist die Schwerhörigkeit, die allerdings durch Hörgeräte ausgeglichen wird. Darüber hinaus gehe ich sehr offen damit um und beuge Missverständnissen vor, indem ich meine Gesprächspartner bitte, etwas deutlicher zu sprechen.
Herzliche Grüße, Claudia Klenner

 

Dr. Petra Muschke, Magdeburg

Jahrgang 1955, Fachärztin für Humangenetik an der Universität Otto von Guericke in Magdeburg, seit 1991 Mitglied in der DGM, verheiratet, zwei erwachsene Söhne.Bereits während meiner Facharztausbildung interessierte ich mich im Besonderen für die genetischen Grundlagen von neuromuskulären Erkrankungen und habe über Möglichkeiten der Diagnostik von Überträgerinnen der Duchenne-Muskeldystrophie meine Doktorarbeit verfasst. Zum damaligen Zeitpunkt steckte die molekulargenetische Diagnostik insgesamt noch in den Kinderschuhen. In der Zwischenzeit sind mehrere 100 verschiedene neuromuskuläre Erkrankungen mit ihren meistens genetischen Ursachen bekannt. Die Vorstellung der Patienten und ihrer Familienangehörigen erfolgt in der genetischen Beratungsstelle zur Bestätigung einer klinischen Verdachtsdiagnose zum Teil aber auch aus differentialdiagnostischen Gründen. Die Patienten wünschen eine Aufklärung über die Ursache, Bedeutung und Wiederholungswahrscheinlichkeit ihrer Erkrankung. Hier kann ich meine klinischen Erfahrungen bei der Diagnostik einer neuromuskulären Erkrankung einbringen und mit dazu beitragen, dass eine möglichst kurze Zeit bis zur definitiven Diagnosestellung vergeht. Zum Neuromuskulären Zentrum Magdeburg besteht seit der Gründung dieses Zentrums ein sehr enger Kontakt.Da ich mir wünsche, dass es auch weiterhin eine aktive Landesgruppe der DGM in Sachsen-Anhalt gibt, möchte ich die Arbeit der DGM unterstützen und stelle mich hiermit zur Wahl für den Landesvorstand zur Verfügung.

 

Mein Name ist André Neutag, ich bin 26 Jahre jung und Physiotherapeut aus Halle (Saale). Ich bin viel unterwegs, besonders in der Natur und versuche die besonderen, schönen Momente aufzufangen.
Durch einen engen Freund mit Muskeldystrophie bin ich dazu gekommen, mich in der DGM zu engagieren. Aufgrund meines jungen Alters habe ich mit vorgenommen, die Jugend zu stärken. Vor einem Jahr bin ich Kontaktperson geworden, mit dem Ziel eine Jugendgruppe zu gründen. Zusammen mit Katharina Kohnen aus Sachsen habe ich die Jugendgruppe Mitteldeutschland ins Leben gerufen, welche regionsübergreifend arbeitet.Mir liegt es sehr am Herzen, dass die Selbsthilfe auch für junge Muskelkranke attraktiv ist. Sie befinden sich in einem Lebensabschnitt, der viel Neues und Veränderung bringt. In dieser Phase können sie durch Kontakte zu ähnlich Betroffenen aufgefangen und gestärkt werden.
Ich habe angefangen, mit anderen jungen Mitgliedern der DGM an der Verjüngung zu arbeiten und Teil einer bewegenden Generation zu werden.
Ich kandidiere für den Vorstand, weil ich will, dass die DGM auch ihr 100. Jubiläum begehen kann.