18.02.2013 | Veranstaltungen

Im März 2010 startete im Saarland eine bundesweit einmalige Aktion: Das CarSharing für behinderte Menschen.

Lesen Sie hierzu den Text der Pressemitteilung der Landesregierung vom 10.03.2010.

Pressemitteilung

Annegret Kramp-Karrenbauer, die saarländische Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, hat zusammen mit dem Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV), Wolfgang Krause, und dem Landesbeauftragen für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Wolfgang Gütlein, zwei behindertengerecht umgebaute Fahrzeuge an die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH (gps) übergeben.

„Mit der Übergabe der behindertengerecht umgebauten Fahrzeuge starten wir ein bundesweit einzigartiges Projekt für mehr Mobilität von schwer- und mehrfach behinderten Menschen. Durch das CarSharing wird Menschen mit schwerer Mobilitätsbeeinträchtigung leihweise ein bedarfsgerechtes Fahrzeug zur Verfügung gestellt und ihnen damit die Möglichkeit gegeben ihr Leben ein Stück weit aktiver und selbstbestimmt zu gestalten", erklärte Ministerin Kramp-Karrenbauer.

Das CarSharing richtet sich insbesondere an Familien, in denen Menschen mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung oder Mehrfachbehinderung leben und die weder den öffentlichen Personennahverkehr noch ein Standardfahrzeug nutzen können. Schwerbehinderten Menschen wird so die Möglichkeit gegeben, für eine bestimmte Zeit entsprechend ihren Bedürfnissen ein Fahrzeug zu nutzen, ohne hierfür ein Entgelt zu zahlen. Lediglich die Treibstoffkosten sind zu übernehmen und eine Person, die das Auto fahren kann, muss zur Verfügung stehen.

„Mobilität bedeutet echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, so zum Beispiel die Durchführung von größeren und kleineren Unternehmungen, wie Verwandtenbesuche, Spazierfahrten in Parks und Besuche kultureller und sportlicher Veranstaltungen", sagt Wolfgang Krause, Geschäftsführer der gps Saarbrücken.

Der gps stehen zum Start dieses Projektes zwei behindertengerecht umgebaute Fahrzeuge zur Verfügung; ein Peugeot Boxer und ein Peugeot Partner, die der Sparverein Saarland e.V. über die Sparkasse Saarbrücken und die Sparkasse Neunkirchen zur Verfügung gestellt hat. Weiterhin erhielt die gps einen nicht behindertengerecht umgebauten Peugeot 107 von der Bank1Saar, der beispielsweise für Zubringer- und Abholdienste eingesetzt werden kann.

Sozialministerin Kramp-Karrenbauer, DPWV Geschäftsführer Wolfgang Krause, sowie der Landesbehindertenbeauftragte Wolfgang Gütlein nutzen den Projektstart, um an eine zügige Umsetzung der UN-Konvention hinsichtlich der Barrierefreiheit zu appellieren, damit schwerbehinderte Menschen kulturelle und sportliche Einrichtungen, Museen oder Parkanlagen, auch ohne Schwierigkeiten aufsuchen können.

Informationen über das neue Projekt:

gps - Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH, Frau Sabine Wollin, Feldmannstr. 92, 66119 Saarbrücken, Telefon 0681/92660-11, E-Mail: carsharing [at] gps-srp.de. Flyer über den neuen Dienst sind dort kostenlos erhältlich.