01.02.2017 | Berichte

Vorführung des „Raizer“ – Hochhebestuhl beim Treffen des Gesprächskreises Neuss

Es kommt immer wieder vor, dass Menschen mit einer Muskelerkrankung nach einem Sturz nicht mehr in der Lage sind, sich selbst auf die Beine zu helfen. Mit dem „Raizer“ wird jeder hingefallenen Person einfach und sicher und ohne Kraftanstrengung geholfen, wieder aufzustehen.

Wie das funktioniert, hat uns am 01. Februar 2017 beim Treffen des Gesprächskreises Neuss Herr Till Schmidt vom Sanitätshaus Böge in Haan vorgeführt. Nach der Begrüßung ließ sich sehr schnell ein „Versuchskaninchen“ unter den Teilnehmern finden. Herr Schmidt entnahm zwei mitgebrachten Tragetaschen die einzelnen Bauteile und verteilte diese planmäßig um die am Boden liegende Versuchsperson herum. Mit geschickten Griffen steckte er dann die Teile laut Anleitung ineinander. Unsere Versuchsperson wurde noch mit einem Sicherheitsgurt befestigt und bekam die Fernbedienung in die Hand gedrückt. Dann ging es los. In gerade mal 30 Sekunden bewegte sich die Versuchsperson ganz sanft und schonend auf dem Hebestuhl von der liegenden Position in die Sitzposition. Umgekehrt ist es auch möglich, von der Sitzposition auf den Boden zu gelangen, wenn man z.B. daheim mit den Kindern auf dem Boden spielen will. Wir staunten nicht schlecht.

Der „Raizer“ Hebestuhl ist meines Erachtens besonders dann, wenn man zu den „Schwergewichten“ gehört und/oder die Pflegeperson wenig Kraft zum Heben hat, eine schnelle und sichere Lösung, wenn man oft hinfällt. Er schont vor allem auch die Gesundheit der Pflegeperson.

Es hat sich hier wieder einmal gezeigt, dass wir Muskelkranke in beratungsstarken Sanitätshäusern bestens aufgehoben sind, weil es dort Mitarbeiter gibt, die eine hohe fachliche Kompetenz und einen sehr guten Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten der Hilfsmittelversorgung haben. Wir danken Herrn Schmidt vom Sanitätshaus Böge ganz herzlich für seinen Einsatz und die vielen Informationen und guten Tipps.

Ingrid Künster (Leiterin Gesprächskreis Neuss)