Sie sind hier

07.12.2013 | Berichte

Treffen des ALS-Gesprächskreises NRW am 7. Dezember 2013

Das Forschungsinstitut "Technologie und Behinderung" (FTB): Immer ein lohnender Besuch

Am Samstag, dem 7. Dezember 2013 waren die Mitglieder des ALS-Gesprächskreises des Landesverbandes NRW nach längerer Zeit mal wieder Gäste im Forschungsinstitut "Technologie und Behinderung" (FTB). Rainer Zott und zwei weitere Mitarbeiter des FTB begrüßten die rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich in Wetter und berichteten zunächst in einem Vortrag über die Einrichtung selbst und über ihre sehr interessanten Tätigkeiten.
Das Forschungsinstitut ist Teil der Evangelischen Stiftung Volmarstein. In den Einrichtungen der 1904 gegründeten Stiftung werden jährlich mehr als 5.000 Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sowie mehrere tausend Patienten betreut. Zur Stiftung Volmarstein gehören mehrere Krankenhäuser und Kliniken, Wohneinrichtungen und Werkstätten für behinderte Kinder und Erwachsene, eine Förderschule für behinderte Kinder, Ambulante Dienste und Beratungsstellen sowie Alten- und Pflegewohnheime.
Das FTB versteht sich in erster Linie als Partner der behinderten Menschen. Seit 1991 arbeitet ein interdisziplinäres Team an der Erforschung, Erprobung und Anwendung moderner Technologien für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen. Aber auch die enge Zusammenarbeit mit Kostenträgern, Herstellern und Institutionen ist ein wichtiges Tätigkeitsfeld.
Nach der Theorie folgte dann die Praxis. Für Menschen mit Behinderungen gibt es zahlreiche Hilfsmittel, die ihnen die Bewältigung ihres Alltags erleichtern, ihnen mehr Lebensqualität und mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Viele dieser Hilfsmittel können in den Räumen des FTB von den Besucherinnen und Besuchern angesehen und praktisch erprobt werden.
Es gibt eine alters- und behindertengerechte Musterwohnung, in der Lösungsmöglichkeiten für unterschiedliche Problembereiche demonstriert und ausprobiert werden können, z.B. eine komplett eingerichtete Küche für Rollstuhlfahrer sowie ein behindertengerechtes Badezimmer. Durch besondere Technik ist es möglich, den gesamten Wohnraum zu steuern, also beispielsweise durch mündliche Befehle elektronische Geräte ein- oder auszuschalten, Lichtschalter zu bedienen und Verdunkelungen an den Fenstern hinauf- oder hinunter zu fahren.
Den kompetenten Beratern ist es wichtig, individuelle Lösungsmöglichkeiten für die Betroffenen zu finden, denn nur die können eine wirkliche Hilfe sein. Eine unverbindliche Erstberatung wird kostenlos angeboten.
Wer mehr über das FTB und seine Angebote wissen möchte findet Informationen auf der Website: www.ftb-esv.de.

Brigitte Hausherr, ALS Gesprächskreis Sprockhövel
Landesverband NRW