18.08.2013 | Berichte

Rückblick auf den neuen Gesprächskreis in Düren

Birgit Kalwitz berichtet aus ihrer Arbeit

„Wer von seinem Leid spricht, tröstet sich bereits“ (Albert Camus)

Nach Aufnahme meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Kontaktperson im Landesverband NRW im Jahr 2012 mit dem Schwerpunkt „Schwangerschaft und Geburt bei SMA“ ließ mich der Gedanke eines örtlichen Gesprächskreises hier in Düren, nicht mehr los. Nach reiflicher Überlegungen und  vielen Gesprächen mit GruppenleiterInnen schon bestehender Kontaktkreise, entschloss ich mich die Sache anzugehen.
Die Einladungen wurden Anfang Dezember 2012 an alle Mitglieder im Gebiet zwischen Übach-Palenberg und Nideggen sowie zwischen Aachen und Niederzier verschickt.

Am 16. Januar 2013 fand dann - trotz des massiven Schneefalls - das erste Treffen des Gesprächskreises statt, an dem vier Betroffene und zwei Angehörige bzw. Freunde teilnahmen. In allen bisherigen Treffen stand der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Themen wie: Rentenbezug, geeignete Rehabilitationseinrichtungen oder welcher niedergelassener Neurologe im Umkreis ist zu empfehlen, Hilfsmittelausstattung, wie bekomme ich eine Langzeitverordnung, oder was mache ich bei einer Ablehnung einer stationären Rehabilitation,  wurden ausreichend diskutiert. Ich freue mich riesig, dass durch den Erfahrungsaustausch hilfreiche Tipps gegeben werden konnten und eine Genehmigung  der Langzeitverordnung erfolgte.  Weiterhin  konnte durch die Hilfe unserer Landesvorsitzenden Petra Hatzinger bezüglich der Widerspruchsformulierung eine stationäre Rehabilitation erwirkt werden.

Am Samstag, dem 17. August 2013 machten wir dann unseren ersten gemeinsamen Ausflug zu der Aussichtsplattform „Indemann“. Bei schönem Wetter und guter Sicht konnten wir die Aussicht über den gesamten Tagebau Inden genießen. Der Nachmittag wurde wieder mit einem regen Erfahrungsaustauch in netter Runde abgeschlossen.

Leider muss ich aber auch von Traurigem berichten, denn unsere Mitstreiterin Annedore Wolff verstarb am 03.09.2013 viel zu früh an der heimtückischen Krankheit ALS. Der Verlust eines Menschen, der plötzlich aus dem Leben gerissen wird, bereitet Schmerzen und Worte des Trostes sind schwer zu finden. Das Mitgefühl des Gesprächskreises gehört ihren Angehörigen. Wir sind dankbar, dass sie unseren Gesprächskreis besucht hat und werden sie in unseren Herzen bewahren und nie vergessen.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann kommen Sie uns doch besuchen! Wir treffen uns viermal im Jahr, in der Zeit von 19 Uhr bis 21 Uhr, im Thomas-Morus-Haus (Grüngürtel 41 a, 52351 Düren). Unser nächstes Treffen gibt es am 4.12.2013. Die Termine im Jahr 2014 sind am 08.01.2014, 02.04.2014, 02.07.2014 und am 01.10.2014.

Eine Anmeldung ist erwünscht. Informationen: Birgit Kalwitz, Tel. 0 24 21 / 979 42 36 ab 14 Uhr. E-Mail: birgit.kalwitz [at] dgm.org