30.06.2018 | Veranstaltungen

Landesverband NRW und Frau Dr. C.Köhler, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josefs-Hospital laden zum Patiententag

Am 30.06.2018 fand ein Patiententag „Neuromuskulären Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter“ in Oberhausen statt.

Nach kurzen Begrüßungen durch die Landesvorsitzende Frau Hatzinger und Frau Dr. C. Köhler, informierte Frau Dr. Köhler in ihrem ersten Vortrag  darüber, was neben der ärztlichen Betreuung alles zu einer guten und optimalen Gesundheitsversorgung gehört und welche Berufsgruppen in die Betreuung der kleinen Patienten und deren Familien einbezogen werden sollten.

Im Anschluss erläutert Herr Prof. T. Schulte, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Ruhr-Universität Bochum die Versorgungsmöglichkeiten neuromuskulärer Wirbelsäulendeformitäten. Hierbei geht er insbesondere auf die verschiedenen Techniken ein und erläutert wann welche Operationen durchgeführt werden sollten. In der Regel ist es wichtig, nicht zu lange mit einer Operation zu warten, da die Operation schwererer Verkrümmungen auch mehr Risiken mit sich bringt. Insbesondere muss auch die pulmonale und kardiale Situation beachtet werden, auch diese wird sich im Laufe der Zeit verschlechtern.

Nach einer verlängerten Mittagspause, die alle Teilnehmer zu Gesprächen und Erfahrungsaustausch nutzten berichtete Herr Dr. T. Rothoeft, auch von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josefs Hospital, über Beatmungsmöglichkeiten bei neuromuskulären Erkrankungen, die den Bedürfnissen des Patienten sehr individuell angepasst werden müssen, aber – insbesondere bei Muskeldystrophie Duchenne – zu einer verlängerten Lebenszeit führen!

Abschließend informierte Frau Dr. Köhler über das Thema Schmerz – schmerzhafte Prozeduren, Schmerzen als Symptom der Erkrankung, Schmerzwahrnehmung, Umgang mit Schmerzen, therapeutische Möglichkeiten. Selbst eine Venenpunktion zum Blut abnehmen bereitet den kleinen Patienten schon Schmerzen. Wichtig ist in allen Situationen immer eine liebevolle Ablenkung und eine Beteiligung der Eltern bis zum Schluss, damit die Kinder keine Ängste entwickeln.

Damit fand der Tag einen sehr schönen Ausklang! Alle Fragen wurden ausführlich beantwortet.

Wir danken den Referenten für Ihre Teilnahme an diesem wunderschönen sonnigen Samstag.