01.09.2011 | Veranstaltungen

Jugendfreizeit 2011 / Hochseilgarten in Much

Wer traut sich ? – ALLE ! Nach vielen kalten und nassen Tagen kam am 1. September 2011 wie auf Bestellung schon früh morgens die Sonne zum Vorschein. Es war der erste Tag unserer Familienfreizeit. Neun Familien mit insgesamt 18 Kindern, 5 Betreuer und 3 Begleiter trafen sich ab 15 Uhr im Hotel FIT in Much. Alle waren sehr gespannt was auf sie zukam. Für alle war es etwas Neues. Die Freizeit hatte zwei Schwerpunkte: Das eine Thema war: Wer traut sich? Das zweite Thema trug die Überschrift: Erwachsen werden (lassen). Die Betreuer und Begleiter hatten sich im Vorfeld schon einige Gedanken für diese Tage gemacht. Für die Kinder gab es eine Stadtrallye mit anschließendem gemeinsamen Eisgenuss in der Eisdiele, Wasserschlacht auf der Wiese, Veredelung von T-Shirts mit Batik, Lagerfeuer, Ostfriesenrätsel, Quadratologo malen und vieles andere. Die Eltern machten erstaunte Gesichter als ihnen beim ersten gemeinsamen Treffen gesagt wurde, dass sie ab hier und jetzt „Freizeit“ haben. Ihre Kinder sind in guten Händen und werden gut betreut. Manchen Eltern fiel es sehr schwer los zu lassen. ( Den Jugendlichen eher weniger!!) Die Sonne meinte es sehr gut mit uns, so dass die Kinder sich am Freitagnachmittag auf den Weg nach Much begaben um dort zunächst die Stadtrallye zu absolvieren und sich dann in der Eisdiele vor dem langen Rückweg mit einem tollen Eisbecher zu stärken. Der Tag endete in elternfreier Zone mit interessanten Gesprächen und Stockbrot am Lagerfeuer (Frage: “Wohin gehört das Schwarze? – Nach oben!“). Für die Eltern stand der „freie“ Nachmittag auf dem Programm. Einige gingen spazieren, andere probierten die angebotenen E-Bikes aus, wieder andere besuchten Freunde in der näheren Umgebung. Für sie klang der sommerliche Tag mit einem kühlen Bier im Biergarten aus.

Schon sehr früh waren am Samstag alle auf, denn das war „der Tag!!“ Um 9.30 Uhr trafen wir uns alle vor der Hochseilbrücke. Die Trainer Frank, Sepp und Jule von „Natur bewegt“ begrüßten uns bei strahlendem Sonnenschein. Nach kurzer Einweisung traute sich der erste Rollifahrer!! Er wurde umgesetzt, sehr gut gesichert und dann hieß es für Väter, Mütter und Betreuer: „Hau ruck, hau ruck und eins und zwei……bis der Rolli mit Fahrer in 7 Meter Höhe von Frank angenommen wurde. („Schritt für Schritt“ „Zug um Zug“ nach oben bzw. loslassen) Es kribbelte im Bauch, das Herz raste – aber – es gab kein Zurück. Mit dem Rolli ging es ca. 15 Meter über zwei 10 cm breite Balken zur nächsten Plattform. Dort wurde man neu gesichert und rutschte mit dem Rolli an einem langen Seil über einen Sportplatz und eine kleine Wiese bis zu einem Parkplatz wo man von Sepp in Empfang genommen wurde. Das Ganze war sehr aufregend und spannend – aber wie sagten viele: „Einfach geil!!“ Unter Anleitung und Einweisung von Jule konnten die Geschwisterkinder und Eltern ihren Mut an der Kletterwand beweisen. Am Nachmittag hatten Eltern und Geschwister im Wald an einer weiteren Station die Möglichkeit ihren Mut unter Beweis zu stellen in dem sie mit eigener Kraft und gut gesichert sich in höhere Ebenen begeben konnten. Abends beim Grillen waren alle geschafft aber auch stolz darauf, dass Angebot angenommen und ausprobiert zu haben. Die Kinder erhielten alle eine Urkunde. Während des Frühstücks am Sonntagmorgen sah es so aus als würde unsere letzte geplante Aktion – eine GPS Schnitzeljagd – im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser fallen“. Es gab ein Gewitter mit starkem Platzregen. Doch der Himmel hatte ein Einsehen und pünktlich um 9.30 Uhr kam die Sonne wieder. Alle drei Gruppen erreichten trocken ihr Ziel und der gefundene Schatz wurde unter allen Teilnehmern aufgeteilt. Alle Teilnehmer berichteten in der gemeinsamen Abschlussrunde nach dem Mittagessen, das es ein sehr tolles, spannendes und für die Eltern aber auch erholsames Wochenende war. Wir als Begleiter möchten den Betreuer und Frau Heußner-Enderle auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich für ihre Einsatzbereitschaft und die viele Arbeit (die sehr oft im Hintergrund stattfand) danken.

Inge Randow