10.04.2013 | Berichte

Hilfsmittelberatung beim DGM-Gesprächskreis Neuss

Mitarbeiter von RehaTeam West präsentieren unterschiedliche Hilfen für den Alltag

Klaus Hellingrath (links) und Dirk Heinrich vom RehaTeam West

Zu unserem Treffen am 10. April 2013 hatten wir zwei Mitarbeiter des Sanitätshauses RehaTeam West eingeladen. Es kamen Herr Herr Klaus Hellingrath, Geschäftsstellenleiter in Jüchen und Mönchengladbach und Herr Dirk Heinrich, Vertriebsleiter der Geschäftsstelle Krefeld .
Sie präsentierten uns Rollstühle mit modernster Technik; u.a. einen überraschend klein zusammenfaltbaren Aktivrollstuhl und einen Rollstuhl mit E-Motion-Rädern mit Akkus, die zum Laden nicht mehr aus dem Rad herausgenommen werden müssen.  Es wurde auch darauf hingewiesen, wie wichtig das richtige Sitzkissen für den Rollstuhlfahrer ist, um weitere gesundheitliche Schäden zu vermeiden.  Das Angebot an Kissen ist äußerst vielfältig. Ein ausgiebiger Test vor dem Kauf ist empfehlenswert.

In diesem Zusammenhang wiesen die Referenten darauf hin, dass es sehr hilfreich sein kann, vor der Verordnung eines Rollstuhls zuerst einmal ins Sanitätshaus zu gehen. Dort kann anhand der persönlichen Bedürfnisse des Betroffenen erarbeitet werden, welche Eigenschaften ein für den Patienten gut geeigneter Rollstuhl haben muss. Dazu gehört auch die Ausformulierung von Genehmigungsgründen für den optimalen Rollstuhl. Ausgestattet mit diesen Informationen ist es erheblich einfacher, vom Arzt die Verordnung des geeigneten Rollstuhls zu erhalten und diesen auch bei der Krankenkasse genehmigt zu bekommen.  Man muss als Patient aber davon ausgehen, dass die Krankenkassen Ausstattungen, die in ihren Augen Luxus darstellen, in aller Regel nicht bezahlen. Deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass notwendige Eigenschaften des Rollstuhls gemeinsam mit dem Sanitätshaus genau definiert und begründet werden.
Ähnliches gilt natürlich für alle anderen Hilfsmittel auch. Es war sehr interessant zu sehen, wie vielfältig heute auch die kleinen sorgfältig durchdachten und funktionsgerechten Hilfsmittel sind, die den Alltag erheblich erleichtern können. Es wurden eine Vielzahl von an die besonderen Bedürfnisse von Muskelkranken angepassten Hilfsmittel und Gerätschaften für nahezu alle Lebensbereiche gezeigt, angefangen bei der Knöpfhilfe zum Zumachen von Knöpfen über den Strumpfanzieher bis hin zum Bodylotion-Verteiler.  
Es hat sich hier wieder einmal gezeigt, dass wir Muskelkranke in beratungsstarken Sanitätshäusern bestens aufgehoben sind, weil es dort Mitarbeiter gibt, die eine hohe fachliche Kompetenz und einen sehr guten Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten der Hilfsmittelversorgung haben. Wir danken Herrn Hellingrath und Herrn Heinrich vom Reha Team West ganz herzlich für ihren Einsatz und die vielen Informationen und guten Tipps.

Ingrid Künster (Leiterin Gesprächskreis Neuss)