07.03.2020 | Berichte

Treffen ALS-Gesprächskreis Hannover

Pflegeversicherung und Widersprüche bei Ablehnung

Am Samstag, den 15.2.20 hatte der ALS-Gesprächskreis Hannover zum ersten Treffen in diesem Jahr eingeladen. Thema war an diesem Tage „Widerspruchsgestaltung bei Ablehnung von Anträgen“  mit der Referentin Christina Schmidt-Statzkowski der Firma Premio aus Berlin.

Anhand einer Broschüre der „Barmer“ erklärte Frau Schmidt-Statzkowski die 6 Module der Pflegeversicherung und das Punktesystem, welches sich hieraus ergibt. Die Module sind: Mobilität, Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von und selbständiger Umgang mit Krankheits- oder Therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.  Aus den addierten Punkten kann der Pflegegrad ermittelt werden.  Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass man Neuanträge und Höherstufungen selbständig bei den zuständigen Kassen stellen soll. Sie wies nochmals darauf hin, dass innerhalb von 25 Arbeitstagen eine Begutachtung vom MDK erfolgen muss. Sie informierte über die neue Formulierung des Merkzeichen aG. In der neuen Gesetzesbegründung heißt es ausdrücklich, dass bei Gangstörungen mit neurologischen Ursachen und verbunden mit der Unfähigkeit ohne Unterstützung zu gehen oder die Notwendigkeit einer  dauerhaften Rollstuhlbenutzung  (z.B. Querschnittslähmung,  ALS, …..) bei einer Beeinträchtigung von mindestens ein GdB von 80 % bezogen auf die Gehfähigkeit anerkannt und das Merkzeichen aG zu vergeben ist. Es wird ausdrücklich auf die ALS hingewiesen.

Ingrid Haberland