25.10.2021 | Berichte

Nach langer Pause ein Präsenz-Gruppentreffen in der Corona-Zeit

Große Beteiligung und Freude über ein Wiedersehen

Am Samstag, den 16. Oktober 2021, war es endlich wieder einmal soweit, dass die Selbsthilfegruppe der Erwachsenen (Region Hannover) sich „live“ getroffen hat. Leider ist es immer noch nicht möglich, diese Veranstaltung in dem Pflege- und Therapiezentrum in der Fischerstraße durchzuführen, wo wir uns gewöhnlich treffen. 

Der Wunsch nach einem Präsenztreffen war bei unseren Mitgliedern so groß, dass wir alle Hebel in Bewegung setzten, um diesem Wunsch nachzukommen. Dabei trug unsere Schatzmeisterin Ingrid Haberland einen wesentlichen Teil zum Erfolg bei. Sie selbst leitet ja seit vielen Jahren den ALS-Gesprächskreis, den sie dankenswerterweise regelmäßig in den Räumen der Fa. Ludwig Bertram GmbH veranstalten darf. Die Firma ist ein Sanitäts-Fachgroßhandel mit wunderbaren Räumlichkeiten und einer idealen Infrastruktur. Für dieses Präsenztreffen hat Ingrid es für unsere Gruppe möglich gemacht, uns dort ebenfalls einmal zu treffen. Hierfür nochmals ganz herzlichen Dank an „unsere“ Ingrid – auch für die hervorragende Organisation und Durchführung. Es war ein voller Erfolg!
Nicht zuletzt hat ein fachspezifischer Vortrag von Frau Meinert – Medizinprodukte-Beraterin des Gastgebers - dazu beigetragen, dass es ein spannender und aufschlussreicher Nachmittag für alle Gäste (31) wurde. Thema des höchst informativen Vortrags war: Rechtsgrundlagen der Hilfsmittelversorgung“. Die Ausführungen der Referentin wurden ständig von Fragen unterbrochen - was ausdrücklich auch erwünscht war - sodass dieses „trockene“ Thema durchaus lebendig und begreifbar vermittelt wurde. Vor allem wurden immer wieder die Schwierigkeiten mit den Kranken- und Pflegekassen thematisiert. Letztendlich wurde dieses Thema sehr umfassend mit Unterstützung von PowerPoint uns nähergebracht. Mein persönliches Fazit ist: Jeder „Fall“ sollte individuell auf die Bedürfnisse des Antragstellers betrachtet und argumentiert werden. So ist die Wahrscheinlichkeit einer Bewilligung am größten. Im Notfall sollte man auch eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen, wie z.B. den VdK oder den Sozialverband (SoVD) oder einen Fachanwalt für Hilfsmittelrecht. Einige Sanitätshäuser bieten auch über ihre eigene Rechtsabteilung kostenlose Hilfe an – einfach `mal nachfragen!
Zum Ende des Referats folgte unmittelbar noch eine Fragerunde und anschließend wurde in kleinen Gruppen diskutiert oder auch „nur“ geklönt. 

Es hat sich herausgestellt, dass solch ein Präsenztreffen nicht durch ein digitales Treffen per „Zoom“ ersetzt werden kann. Wiederum musste ich feststellen, dass nur sehr wenige Teilnehmer*innen von den zurückliegenden virtuellen Veranstaltungen bei diesem Live-Treffen anwesend waren. Was sagt uns das? Wir sollten in Zukunft eine gesunde Mischung von beidem planen – sobald die Corona-Situation es erlaubt!
Lothar Bösche