15.03.2016 | Veranstaltungen

Mehrere Gesprächsgruppen trafen sich in Hannover-Isernhagen

Eine ganz besondere Veranstaltung war Anlass für weit mehr als fünfzig Mitglieder, Angehörige und Freunde der DGM nach Hannover-Isernhagen zu kommen. Mitglieder aus den drei Gesprächsgruppen aus Hannover und aus der „Nachbarschaft“ Braunschweig, Wolfsburg und Göttingen waren eingeladen, am 12. März 2016 an diesem Treffen teilzunehmen. Ingrid Haberland – Leiterin der ALS-Gruppe Hannover - war unsere Gastgeberin in den Räumlichkeiten der Firma Ludwig Bertram GmbH in Isernhagen. Gleich vorweg gesagt: Sie hat das ganz fantastisch vorbereitet und durchgeführt, wofür unser  besonderer Dank an dieser Stelle gesagt werden muss. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Unterstützt wurde sie von dem Geschäftsführer der Firma Bertram GmbH, Herrn Birger Tegtmeier, der in einem sehr interessanten und lehrreichen Vortrag uns fit machen wollte in Sachen:

„Rechts- und Vertragsgrundlagen bei der Hilfsmittelversorgung“

Herr Tegtmeier ist ein Mann der Praxis und konnte uns die etwas spröde Materie mit ganz alltäglichen Fall-Beispielen und Anekdoten vermitteln. Hier eine kurze Aufzählung der Themen, die zur Sprache kamen:

-  Gesetzliche Grundlagen der Hilfsmittelversorgung (Was ist die gesetzliche Basis?)
-  Welche Hilfsmittel fallen in den Leistungsbereich von Kranken- und Pflegekassen?
-  Verwaltungsverfahren (Welche formellen Voraussetzungen gibt es?)
-  Beantragung von Hilfsmitteln (Wie beantrage ich ein Hilfsmittel?)
-  Bearbeitungszeit (Auf welche Zeitschiene muss ich mich einstellen?)
-  Widerspruchsverfahren (Was kann ich tun, wenn mein Kostenträger abgelehnt hat?)
-  Vertragliche Regelungen mit Leistungserbringern (Welche Spielregeln haben die
   Kostenträger mit den Leistungserbringern/Hilfsmittellieferanten vereinbart und welche
   Verträge gehe ich mit den Leistungserbringern ein?)

Zwischendurch und anschließend gab es genug Gelegenheit, ganz persönliche und allgemeingültige Fragen zu stellen. Eine juristische Beratung konnte und durfte nicht stattfinden. Der Vortrag wurde mit großem Beifall belohnt!

Nach ganz kurzer Atempause folgte das zweite Highlight des Nachmittags:

Kurze Wege zur Diagnose. Seltene Krankheiten frühzeitig erkennen

Frau Susanne Blöß, Mitarbeiterin von Herrn Dr. Lorenz Grigull von der MHH hatte sich kurzfristig zu diesem Nachmittag angemeldet, um ein neues Projekt vorzustellen, dass alle Menschen mit einer seltenen Krankheit  anspricht. Viele von uns kennen den langen Weg zu einer aussagekräftigen Diagnose, der mit großen Stolpersteinen gepflastert sein kann. Herr Dr. Grigull hatte vor ca. drei Jahren schon einmal um unsere Mithilfe gebeten – vielleicht erinnert sich der eine oder andere. Damals ging es auch um eine Fragebogen-Aktion, die aber ausschließlich neuromuskulär-erkrankte Menschen ansprach. Heute bittet das Team erneut darum, sich an dieser Aktion zu beteiligen, die dieses Mal alle Betroffenen mit einer seltenen Krankheit  anspricht. Alles Nähere erfahren Sie, wenn Sie folgenden Link anklicken: http://imdiagnostics.com/selten. Das Passwort lautet „selten“. Für Ihre Mitarbeit bedanke ich mich bereits im Voraus - vor allem auch im Namen der Projektmitarbeiter/innen der MHH.

Lothar Bösche