31.10.2019 | Berichte

Kontaktpersonenschulung in Bad Bevensen vom 25.bis 27.10.2019

Informative und harmonische Fortbildung

Auch in diesem Jahr haben sich die Kontaktpersonen der Gruppe Niedersachsen/Bremen wieder in dem schönen Bad Bevensen getroffen. Bad Bevensen liegt in einem kleinen Kurort in der Lüneburger Heide.

Das rollstuhlgerechte Heidehotel gehört zur FDS Hotel gGmbH einer Tochtergesellschaft der Fürst Donnersmarck Stiftung. Alle Bereiche im Hotel sind barrierefrei zu erreichen. Lediglich bei der Benutzung der Sanitäranlagen gab es aufgrund der Größe Probleme bei den Rollstuhlfahrern.

Das Essen und der Service im Restaurantbereich waren fantastisch.

Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch Ingrid Haberland und dem Landesvorsitzenden Christian Züchner wurde erst einmal das Organisatorische geklärt und das Programm der Veranstaltung vorgestellt. Die Veranstaltung steht ganz unter dem Motto „Abschied“ und „Neuanfang“.

Nach einer Stärkung am reichhaltigen Abendbuffet wurde der Tätigkeitsbericht der einzelnen Gesprächsgruppen vorgetragen. Hierbei hat sich herausgestellt, dass noch in einigen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Die Gesprächskreise in Syke (ALS), Wolfsburg und Osnabrück werden in absehbarer Zeit nicht weitergeführt. Nachfolger in der Gruppenleitung bzw. neue Gruppen müssen gegründet werden. Eine Gruppeneröffnung in Lüneburg ist bereits terminiert für den 09.11.2019. Hierzu hat der Landesverband herzlich eingeladen. Weitere Gruppengründungen werden im kommenden Jahr folgen.

Auch der Vorstand wird neu aufgestellt. Hilke Roolfs, Kai-Uwe Pries und Peter Winne sind in den Landesvorstand berufen worden.

Der Vormittag am Samstag, 26.10.2019 wurde mit einem bunten Programm gefüllt. Marion Borgell von SaniSolutions GmbH, Rehatechnik für Individualisten aus Kassel hat von Ihrer Arbeit erzählt. Ein Thema war „Wie kommt der Versicherte an sein Hilfsmittel“.

Sie wurde abgelöst von Michael Spieker, Mobilitätsberater von SKS Rehab. Er hat zwei Elektrorollstühle vorgeführt.

Mark Krüger von der Firma moso solution GmbH hat dann noch etwas über die Bedeutung des Stehens für behinderte Menschen erzählt. Besonders wichtig ist die Aufdehnung der Hüftbeuger. In diesem Zusammenhang hat er zwei seiner Produkte vorgestellt. Insgesamt war der Vormittag sehr interessant und kam gut bei dem Publikum an.

Nach dem leckeren und reichhaltigen Mittagessen gab es die Möglichkeit den in unmittelbarer Nähe des Hotels liegenden rollstuhlgerechten Wald zu erkunden und genießen.

Nachmittags hat Hilke Roolfs etwas über Ernährung bei neuromuskulären Erkrankungen erzählt. Sie hat insbesondere darauf hingewiesen, dass die Muskulatur viel Energie benötigt. Jeder Körper ist anders und will auch so behandelt werden. Es gibt nicht „DIE“ Ernährung bei neuromuskulären Erkrankungen. Es muss immer individuell geschaut werden. Wichtig ist aber, dass der Körper optimal versorgt ist. Nach dem Vortrag hat sie noch ihre Facebook-Gruppe „Ernährung bei neuromuskulären Erkrankungen“ vorgestellt.

Die DGM Sozialberatungsstellen Osnabrück (Elke Rickling, Christa Scholz und Ulrich Vodde), Oldenburg (Susann Hylla) und Hannover (Katharina Bründel) haben dann aus ihrem Arbeitsalltag berichtet. Ein sehr interessanter und hilfreicher Austausch.

Nach dem Abendessen durften die Teilnehmer noch einen sehr mitreißenden Vortrag von Dr. Jörg Bank hören. Das Thema „Michel de Montaigne“ oder „Die Kunst das Leben zu lieben“. Ein äußerst informativer und für weitere Gespräche am Kamin anregender Abschluss des Tages.

Mit der Landesausschusssitzung und den Planungen für 2020 und gemeinsamen Mittagessen ging die Veranstaltung am Sonntag zu Ende.

Eine insgesamt gelungene und harmonische Schulung, die im kommenden Jahr in Cuxhaven eine Fortsetzung findet.

Ein großes Dankeschön geht an die AOK Niedersachsen, die diese Veranstaltung mitfinanziert hat.

Hilke Roolfs