04.06.2019 | Berichte

Gruppentreffen in den Herrenhäuser Gärten

Große Nachfrage bei sonnigem Wetter

Das turnusmäßige 2. Gruppentreffen in 2019 der „Erwachsenengruppe Region Hannover“ wurde dieses Mal wiederum ins Grüne verlegt. Am 1. Juni um 12.30 Uhr trafen wir uns vor dem „Großen Garten“ in Herrenhausen. Es war eine offizielle Führung für max. 25 Personen vorbestellt, wobei ich mich ein wenig „verzählt“ habe. Die Anfrage für diese Veranstaltung war so groß, dass ich einigen sogar absagen musste und trotz dessen waren wir 30 Personen. Der Guide hat dann aber alle Augen zugedrückt und so konnte die Führung bei außergewöhnlich sonnigem Wetter starten. Vier Mitglieder haben das Angebot in Anspruch genommen, sich einen Elektro-Scooter auszuleihen, was sich bei dem 1,5 stündigen Rundgang als sehr nützlich erwies.

Der sehr kundige Guide gab uns viele Informationen über die Entstehung und Zweck dieses riesigen Barockgartens. Angefangen hat es 1638 mit dem Herzog Georg von Calenberg, der mit dem Bau der ersten Gebäude und eines Lustgartens begann. Später ergänzte sein Sohn Johann Friedrich das Ganze mit einem üppigen Schloss. Die größten Veränderungen vollzog jedoch der Herzog Ernst August – später Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg - und seine Ehefrau Sophie von der Pfalz. Sie wollten im europäischen Hochadel mithalten und haben u.a. die Gärten mit sehr kostspieligen Ergänzungen zum Repräsentieren benutzt.

Insgesamt bestehen die Herrenhäuser Gärten aus dem „Großen Garten“, den wir auch nur besichtigt haben, dem „Berggarten“, dem „Georgengarten“ und dem „Welfengarten“ mit dem Welfenschloss – heute das Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover. Dieser riesige Grünkomplex (insgesamt ca. 170 ha) begründet u.a. den Beinamen von Hannover: „Grünste Stadt Deutschlands“.

Übrigens haben wir nach dem Rundgang doch noch einen anderen Teil besucht, nämlich die „Georgenterassen“ im Georgengarten. Dort hatten wir noch Zeit und Muße abschließend zusammen zu sitzen und die doch ein wenig anstrengende Tour Revue passieren zu lassen.

Bei Kaffee, Kuchen und anderen Snacks wurde auch noch so manches Fachgespräch geführt, bis sich die Gruppe am frühen Abend dann auflöste. Ich konnte nur frohe und glückliche Gesichter sehen, sodass ich davon ausgehe, dass es für alle ein gelungener Nachmittag war.

Lothar Bösche