15.02.2021 | Berichte

Februar Online-Treffen der Erwachsenen-Gruppe Hannover

Reger Gedankenaustausch in Zeiten von Corona

Für unser 3. Zoom-Meeting war das Interesse wieder einmal etwas größer und die technischen Probleme waren verhältnismäßig kleiner – nur weiter so! Man hätte bei strahlendem Sonnenschein auch einen Winterspaziergang machen können, aber 18 Personen hatten es vorgezogen, an unserem Treffen teilzunehmen, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte.

Eines der vorgeschlagenen Themen war der „Mund-Nasen-Schutz“ mit den neuerlichen Vorschriften – wann, wo und warum doch das Tragen von FFP2-Masken für alle einen besseren Schutz darstellen würde. Hierüber hielt unser Fachmann und „Luftverbesserer“ Horst Wilkens einen sehr aufschlussreichen Vortrag, der das Material, die Tauglichkeit, die Verfügbarkeit und den Preis zur Diskussion stellte. Sicherheitshalber sollten die Masken nur in einem qualifizierten Fachgeschäft – z.B. Apotheke – gekauft werden oder/und man sollte unbedingt auf die aufgedruckte Zertifizierung achten:

Zitat: Zu erkennen ist eine geprüfte und zugelassene partikelfiltrierende Halbmaske der Schutzstufe FFP2 an der vierstelligen Kennziffer des Prüflabors nach dem CE Zeichen (z.B. CE1234) und der Nennung der angewandten Norm EN 149: 2001, A1: 2009 auf dem Produkt und der Verpackung.

Die wichtigste Eigenschaft der FFP2-Maske ist, dass sie in zwei Richtungen schützt: Den Maskenträger selbst und sein Gegenüber, was bei den gängigen OP-Masken nicht der Fall ist, sie schützt hauptsächlich den Gegenüber.

Das zweite Thema hatte ebenfalls mit der Corona-Pandemie zu tun: „Die Impfsituation in Niedersachsen“. Hierzu kam es dann letztlich zu einer sehr kontroversen Diskussion wie man sie zu genüge im TV zu sehen bekommt. Viele Fragen – wenig Fakten – kaum verlässliche Antworten! Im Vordergrund stand die Frage, in wie weit ist eine neuromuskulär erkrankte Person besonders gefährdet und gehört dementsprechend in eine der ersten Impfgruppen. Viele unserer Betroffenen sind vom Alter her kein Primär-Impfkandidat oder haben keine gravierenden Vorerkrankungen, die eine bevorzugte Impfung rechtfertigen würde. Jeder könnte jedoch eine ganz persönliche Dringlichkeit durch Atteste, Arztbriefe und Belege von Krankheitsverläufen erreichen – wenn jedoch kein passendes Serum am Lager ist, nützt das alles nicht. Fazit: Wenn dieses Dilemma einmal aus der Welt ist, wird es auch hoffentlich keine 5-Klassen-Impfgesellschaft mehr geben!?

Zum Ende unseres Gesprächs wurde die Frage „Reha-Maßnahme in der Coronazeit“ in den Raum gestellt. Ganz speziell wurde die Rehaklinik „Hoher Meißner“ in Bad Sooden-Allendorf in den Focus gerückt. Es wurden Fragen gestellt und Wissenswertes ausgetauscht. Hier stellte sich einmal mehr heraus, wie toll und hilfreich so eine Selbsthilfegruppe für alle Betroffenen und deren Angehörigen ist. Fazit von diesem Thema: Niemand sollte sich von der Pandemie abhalten lassen, eine Rehamaßnahme anzutreten. Vor allem wurde Bad Sooden-Allendorf von Patienten, die kürzlich gerade dort waren, sehr gelobt. Alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen wurden dort eingeführt und auch befolgt, sodass niemand Bedenken haben muss.

Nach über zwei Stunden regen Gedankenaustausches waren alle sehr zufrieden, dass man sich mal wieder „gesehen“ hat und einige kündigten schon gleich ihre Teilnahme zum nächsten Treffen am 13. März 2021 um 16.00 Uhr an.

Lothar Bösche