01.03.2017 | Berichte

DGM bei der Plattenkiste auf NDR1

Selbsthilfegruppen aus Garbsen und Pattensen gestalteten die Sendung

v.l. Lothar Bösche, Martina Gilica, Ingrid Haberland und Björn Burchelt mit Sohn Lucjan

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 16. Februar zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Ingrid Haberland, Björn Burchelt und Lothar Bösche mit Moderatorin Martina Gilica über die Selbsthilfegruppe der DGM e.V. in der Region Hannover.

Anfangs wurde Lothar Bösche "nur" zahlendes Mitglied. Dann drängte ihn seine Familie, er möge doch mal zu den Treffen gehen. Seit 2003 ist er dabei, erzählt er in der Sendung, und diese Erfahrung hat ihn bereichert. Inzwischen ist er längst Gruppenleiter und freut sich über steigende Besucherzahlen. Björn Burchelt ist selbst nicht betroffen. Sein 10jähriger Sohn Lucjan ist muskelkrank durch einen Gendefekt, der mutmaßlich durch eine Mutation entstand. Es ist wichtig, den Erfahrungsaustausch zu haben - für die Eltern wie für das Kind, betont Björn Burchelt. Die Themen bei den Gruppentreffen sind vielfältig: Vom neuen Rollstuhl bis zum umzubauenden Kraftfahrzeug. Auch für die Geschwisterkinder ist der Austausch untereinander sinnvoll.

Ingrid Haberland betreut den ALS-Gesprächskreis. Sie erinnert an die Aktion, bei der sich Prominente mit einem Eimer Eiswürfel überschütteten - damals kamen 1,2 Millionen Euro für die Kranken zusammen. Die Krankheit äußert sich beispielsweise mit Lähmungen in Armen oder Beinen, aber auch die Sprachfähigkeit kann verschwinden, Schlucken unmöglich werden, erklärt sie. Durch die Krankheit ihres Mannes kam sie erstmals in Kontakt mit der Gruppe. Nach seinem Tod übernahm sie vor 12 Jahren den Gesprächskreis. Es ist eine schwierige Aufgabe, wenn sie mit der Krankheit immer wieder konfrontiert wird, doch sie sieht auch, wie wichtig und hilfreich ihre Arbeit ist - und wie viel von Kranken wie Angehörigen zurück kommt. Der Austausch untereinander ist ein wesentlicher Aspekt, um Tipps und Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, bestätigt sie.

Am 4. März treffen sich alle drei Muskelkranken-Gruppen mit dem Thema Lach-Yoga und Stressbewältigung in Kirchhorst. Wer kommen möchte, sollte sich anmelden, empfehlen die Gäste. Lothar Bösche wünscht sich für die Zukunft noch mehr Forschung, denn vielleicht kann dann eines Tages das defekte Gen einfach repariert oder ersetzt werden, um so die Kranken zu heilen. 

Für Rückfragen oder Kontakt zur DGM setzen Sie sich bitte mit Lothar Bösche per Mail: lothar.boesche [at] dgm.org in Verbindung.