24.05.2018 | In eigener Sache

DGM auf der Paritätischen Meile

Viele Besucher im Emder Stadtgarten

Annegret und Gert Groenewold auf der Paritätischen Meile

Der Wohlfahrtsverband „Der Paritätische“ hatte die fünfte Auflage der „Paritätischen Meile“ und des Emder Selbsthilfetags bewusst auf den 5. Mai gelegt, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Zudem war diese Veranstaltung Bestandteil der 1.  Emder Teilhabewochen, die unter dem Motto „Emden för elk un een – Vielfalt gestalten“ vom 15. April bis zum 15. Mai 2018 gingen.

Im Stadtgarten präsentierten sich 22 Sozialverbände, Behinderteneinrichtungen, Behörden und Selbsthilfegruppen. Bei bestem frühsommerlichen Wetter bildeten sie einen bunten Markt der Möglichkeiten und der Vielfalt. Mit dabei war auch die Gruppe Emden/Aurich der Deutschen Geselschaft für Muskelkranke. Annegret und Gert Gronewold präsentierten Informationen und Material rund um neuromuskuläre Erkrankungen.

Eine der Gastrednerinnen bei der Paritätischen Meile war die Landesbehindertenbeauftragte aus Niedersachsen, Frau Petra Wontorra. In ihrer Rede ging sie auch auf den neuen „Aktionsplan Inklusion“ des Landes für die Jahre 2019 und 2020 ein, der derzeit erarbeitet werde. Wichtig sei die Beteiligung der Behinderten. Denn das Maßnahmenpaket zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention habe „nur Sinn, wenn mit Behinderten zusammen und nicht für sie Perspektiven entwickelt werden“, so Wontorra. 

Die Fortschreibung des Aktionsplanes werde Projekte für mehr Barrierefreiheit enthalten. „Das ist ein Gewinn für alle“, sagte die Landesbeauftragte. Ein Beispiel seien Fahrstühle auf Bahnhöfen, die für Menschen mit Behinderungen notwendig seien, aber auch Nicht-Behinderten nützten. Gleiches gelte für bodengleiche Duschen, die inzwischen zum Standard-Design für alle geworden seien. Für die Barrierefreiheit gelte, dass sie „für 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich, für 30 bis 40  Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel“ sei.