02.09.2017 | Berichte

Besuch im "Pomarium frisiae"

DGM-Gruppe Aurich/Emden traf sich im Öko-Werk

Nach 2015 haben Annegret und Gert Groenewold die DGM-Gruppe Aurich/Emden zum zweiten Mal ins Öko-Werk nach Emden eingeladen! Und es war wieder ein voller Erfolg und ein schöner Tag! Nicht nur, dass es wieder trocken und zum Teil sonnig war. Auch die Stimmung unter den 23 Teilnehmenden war locker und gelöst und  es wurde viel erzählt und gelacht. Ab kurz vor 11 Uhr trafen die ersten in Emden-Borssum ein und stärkten sich bei Kaffee oder Tee. Das erste Thema war bei den neu Eintreffenden waren meist die Straßenverhältnisse: Baustelle hier, Straßensperrung dort, Sperrung des Emstunnels. Aber es war schnell vergessen, als sie erst einmal da waren. 

Die Mitarbeiterinnen vom Öko-Werk bereiteten ein wunderbares Mittagessen vor: es gab Salate, Gegrilltes, Brot und Dips. Nach dem ausgiebigen Essen brauchte es Bewegung! Joachim Grüner, Pädagoge beim Ökowerk, begrüßte die Gruppe und erzählte von den Anfängen bis hin zu den zukünftigen Plänen dieses ökologischen Refugiums. Danach führte er über die wunderbare Gartenanlage und zeigte und erklärte die Anpflanzungen. Schnell drehte es sich um die Apfelbäume, die voll tragend auf dem Gelände stehen. Es ging um das Veredeln, den Baumschnitt und die alten Sorten. 
Im hintersten Bereich des Ökowerkes gibt es einen abgeteilten Bereich mit dem lateinischen Namen: „Pomarium frisiae“
Im Mittelalter wurde ein Obstgarten innerhalb der Kloster - oder Burgmauern als Pomarium bezeichnet. In diesem Teil des Gartens wuchs das Obst, in anderen Teilen die Gewürz- oder Heilkräuter. Der Name Pomarium kommt vom lateinischen pomum und bedeutet Baumfrucht; im französischen bezeichnet man einen Apfel mit pomme, und fritierte Erdäpfel mit pommes frites. Das „Pomarium frisiae“ bedeutet also soviel wie „Der friesische Obstgarten“. Hier findet sich eine Anpflanzung von über 650 verschiedenen Apfelsorten. Die sorgsam betreute Sammlung dient dem Erhalt des genetischen Materials und dem Studium der Eigenschaften der einzelnen Bäume und Früchte. Insgesamt beherbergt das "Pomarium frisiae" ca. 1000 verschiedene Obstsorten. Sie vermitteln einen Eindruck von der Reichhaltigkeit, die uns umgibt, und sie möchten anregen, diese Arten- und Sortenvielfalt zu erhalten.

Nach diesem Spaziergang ging es zurück und es gab leckeren Kuchen. Zum Abschluss gab es noch Einladung zum Landestreffen nach Syke am 30. September, bei dem man sich hoffentlich wiedersieht.

Einen herzlichen Dank an Holger Fehling für die tollen Fotos und an Annegret und Gert Gronewold für die Organisation dieses Tages.

Christian Züchner