18.05.2015 | Berichte

8. DGM-Fach- und Informationstag für Muskelkranke am Sonntag, 10. Mai 2015

Ein sehr vielseitiges Programm bot der achte Fachtag für Muskelkranke und deren Angehörige im Hohenwart Forum in Pforzheim-Hohenwart am 10. Mai 2015.

Bild während des Vortrages von Dr. Wollinsky
Bild von Frau Aleksov

Die sehr interessanten Vorträge und Inforunden lieferten viele Informationen und Diskussionen zu Heil- und Hilfsmitteln, über Atemstörungen bei Neuromuskulären Erkrankungen bis hin zu psychosozialen Aspekten für Eltern muskelkranker Kinder und besonders betroffenen Muskelkranken, die diesen äußerst wichtigen Austausch dringend benötigen.

Die Mitgliederversammlung des LV BW war kurzer paralleler Bestandteil des Fachtages.
Den Vorstandmitgliedern und anwesenden Angehörigen wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement herzlich gedankt.

Die Selbsthilfegruppenleiter und Kontaktpersonen stellten den Teilnehmern ihre Aktivitäten eindrucksvoll dar.

Wie immer wurde unseren Kontaktpersonen und Selbsthilfegruppenleiter für ihr fortwährendes ehrenamtliches Engagement herzlich gedankt. Diese wichtige unverzichtbare Stütze der DGM ist einerseits Quelle der Vernetzung zwischen der DGM und  den Betroffenen.

Der Landesvorstand ehrte die Aktiven und überreichte ein kleines Dankeschön als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

Im Anschluss referierte Janine Aleksov über Einzelaspekte der Heil- und Hilfsmittelversorgung in Verbindung mit weiteren gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten eine dauerhafte gesundheitliche Einschränkung bzw. Behinderung auszugleichen– ein heikles Thema mit Tücken und Missverständnissen.

Die Mittagspause wurde zum persönlichen Austausch sowie für „Fachgespräche“ unter den Betroffenen genutzt .

Die spannenden Inforunden, nachmittags, beinhalteten einen hochinteressanten Vortrag von Herrn Dr. K. Wollinsky, der über Atemstörungen bei Neuromuskulären Erkrankungen berichtete. Hierbei hob er hervor, dass einige Pneumologen und Schlaflabore mit wesentlich schlechteren Werten bei der Atmung zufrieden sind, obwohl es möglich und auch sinnvoll ist, eine optimale Behandlung der Atemstörung zu favorisieren. Er mahnte auch, dass viele Kliniken zu schnell zur einer Tracheotomie greifen würden, während noch eine Maskenbeatmung sinnvoll und zielführend wäre.

Weiteres Angebot waren die Inforunden von Herrn Prof. Dr. Ludolph (RKU Ulm) zum Thema ALS und von Frau Gumpert für Eltern muskelkranker Kinder, die unverzichtbare, ausführliche und fruchtbare Diskussionen nach sich zogen.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Selbsthilfeförderung vom  BKK Landesverband Süd  www.bkk-sued.de nach § 20 c SGB V gefördert. Der Landesvorsitzende Benjamin Bechtle hat die Teilnehmer des 8. Fach- und Informationstages darüber informiert und seinen Dank an die BKK ausgesprochen.

Dirk Wilms