Kennen Sie den "NOTFALL-PASS"?

Armband Notfall-Pass

Bis vor ein paar Wochen kannten wir diesen auch nicht. Aufmerksam geworden sind wir auf das etwas merkwürdige Armband, welches Silke Schlüter, Vorsitzende der Diagnosegruppe Myositis, bei einer Veranstaltung trug. Silke klärte uns auf, dass es sich um ein Notfall-Armband mit einer ID (Identifikationsnummer auf einem TAG = Schildchen) handelt, über die z.B. Rettungskräfte wichtige medizinische Daten abrufen können, die von uns selbst bereitgestellt werden.

Neugierig geworden, haben wir uns auf der Internetseite https://notfall-id.de näher informiert. Es gibt erst einmal grundsätzlich zwei Möglichkeiten diese Daten zu hinterlegen:

  1. Die App „Notfall-ID“, die über den Play Store auf das Smartphone geladen werden kann. Hier werden die Daten direkt in die App eingegeben.
  2. Der „Online NOTFALL-PASS“, wo die Daten in einer Datenbank auf einem Server in Deutschland, der den Forderungen der Datenschutzgrundverordnung entspricht, abgelegt werden.

Diese Daten sind mit einer ID geschützt und es werden auch nur die Daten angezeigt, die wir selbst freigegeben haben. Die Daten sind im „Online NOTFALL-PASS“ zu jeder Zeit und weltweit auch ohne App von jedem Smartphone oder Computer (z.B. im Krankenhaus) abrufbar.

Um welche Daten handelt es sich dabei?

  • Persönliche Daten zur Identifikation
  • Blutgruppe
  • Kontaktdaten der zu benachrichtigenden Personen
  • Kontaktdaten von Ärzten
  • Medikamentenplan
  • Erkrankungen / Medikamente / Besonderheiten
  • PDF- oder JPG-Dokumente, wie z.B. Muskelpass, Impfausweis, Organspenderausweis, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht.

Wie kommen die Rettungskräfte nun an diese Daten?

  1. Bei Nutzung der App kann diese vom Sperrbildschirm des Smartphone aufgerufen werden, wenn die ID, die sich auf der Rückseite eines sogenannten „TAGs“ (Schildchen) befindet, das am Armband angebracht ist, eingegeben wird.
  2. Bei Nutzung des „Online NOTFALL-PASS“, rufen die Rettungskräfte in einem beliebigen Smartphone oder Computer die Internetadresse www.notfallpass-id.de auf und geben dort den ID-Code ein, die sich auf dem „TAG“ befindet.
  3. Eine dritte Möglichkeit besteht in der Nutzung der ID Notfallkarte. Diese ist mit einem sogenannten NFC-Chip (Near Field Communication = Nahfeldkommunikation) versehen. Wenn die NFC-Funktion am Smartphone aktiviert ist, streicht die Rettungskraft die Karte nur über die Rückseite eines Smartphone und die Daten werden angezeigt. Vorausgesetzt, wie unter Punkt (2), dass die Daten in der Datenbank eingetragen wurden.

Was kostet das alles?

  • Die App „Notfall-ID“ ist kostenfrei.
  • Die Armbänder mit dem „TAG“ kosten zwischen 20 und 25 Euro
  • Die Nutzung des Online NOTFALL-PASS ist im ersten Jahr kostenfrei und beträgt dann 12 Euro im Jahr.
  • Die NFC Notfall-Karte kostet einmalig 13,90 Euro.

Uns hat der NOTFALL-PASS überzeugt und wir nutzen beide den Online NOTFALL-PASS mit dem Armband und der NFC-Karte.  Gern stehen wir auch für Ihre Fragen zur Verfügung.

Anke und Wolf-Michael Klein
Diagnosegruppe Myotone Dystrophie