„Interdisziplinäre Heilmittelbehandlung bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS)“

Samstag, 06.04.2019
von 8.45 bis 17.15 Uhr

Im Rahmen einer Qualifizierungsreihe zur Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit neuromuskulären Erkrankungen bietet die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) zusammen mit dem Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V. eine Fortbildung für Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten an.

Diese Fortbildung entspricht der Rahmenempfehlung zur Fortbildungspunktevergabe der Spitzenverbände der Krankenkassen und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände. Die Anerkennungsfähigkeit ist gegeben, soweit die Rahmenverträge auf Landesebene mit den Krankenkassen es vorsehen. Die Fortbildung umfasst 8 UE/FP.

Thema:  Interdisziplinäre Heilmittelbehandlung bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS)

Termin:  Samstag, 6. April 2019

Zeit:  8.45 – 17.15 Uhr

Ort: Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover

Tagungsleitung: Antje Faatz, Leitung Soziales, Bundesgeschäftsstelle der DGM, Freiburg

Referierende:    
•    Katharina Bründel, Sozialarbeiterin (B. A.) an der Neurologischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover
•    Dr. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meißner, Bad Sooden-Allendorf
•    Eva Schenk-Pelikan, Ergotherapeutin am Neuromuskulären Zentrum München
•    Julian Thorey, Physiotherapeut, Neurologische Abteilung der Klinik Hoher Meißner, Bad Sooden-Allendorf
•    Cordula Winterholler, Linguistin (M. A.) und Logopädin, Bamberg
•    Birgit Zang, Physiotherapeutin, DGM Landesverband Bayern am Neuromuskulären Zentrum München
            
Zielgruppe: Physiotherapeut/innen, Logopäd/innen, Ergotherapeut/innen

Qualifizierung: Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.

Teilnahmegebühr (incl. Verpflegung):
135,00 € für Mitglieder der DGM, ZVK
160,00 € für Mitglieder des dbl e.V.
185,00 € für Nichtmitglieder

Anmeldeschluss: 05.03.2019

Inhalte der Fortbildung:
Zu den wichtigsten Maßnahmen der symptomatischen Behandlung der Amyotrophen Lateralssklerose (ALS) zählen Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Für Therapeuten stellt die Heilmittelbehandlung der ALS eine besondere Herausforderung dar. Je nach individuellem Krankheitsverlauf ändern sich Charakter und Inhalte der Therapien immer wieder. Behandlungsziele müssen gemeinsam mit den Patienten entwickelt, in regelmäßigen Abständen auf ihre Realisierbarkeit und Wichtigkeit hin überprüft und flexibel angepasst werden. Ein Zuviel an Training kann eine Verschlechterung der Funktion nach sich ziehen. Die Komplexität und Vielschichtigkeit des individuellen Krankheitsverlaufs erfordert ein breites Spektrum an Fachwissen und eine fundierte Auseinandersetzung mit den Krankheitsprozessen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, ein Austausch aller an der Behandlung beteiligten Fachkräfte hinsichtlich der Therapieziele und Behandlungsschwerpunkte ist die Basis für eine qualitativ effektive Therapie in einem palliativen Kontext.

Am Vormittag bieten einführende Vorträge einen Überblick über medizinische Grundlagen und die Behandlung der ALS. Krankheitsverarbeitung und psychosoziale Situation werden thematisiert und Anforderungen an die multidisziplinäre palliative Versorgung bei ALS vorgestellt. Anschließend werden in einem moderierten Expertenpodium Teilhabeaspekte und Strategien vermittelt. Die Referenten stellen anhand von Videos aus ihrer Praxis Patienten und deren Behandlung aus der Perspektive ihrer Profession vor.  Die Behandlungsansätze werden von den beiden anderen Professionen ergänzt und das weitere Vorgehen im Expertenkreis diskutiert. Grundlage der Therapie ist dabei nicht die isolierte Anwendung von Einzeltechniken, sondern vor allem die Kombination von funktionellen Behandlungsmethoden mit dem Ziel, Patienten bei der Bewältigung der Krankheitsfolgen sowie bei der Erhaltung ihrer Alltagskompetenzen zu unterstützen. Die sinnvolle und effiziente Hilfsmittelversorgung wird ebenfalls eingehend beleuchtet.

Der Nachmittag wird interaktiv: Für den fachlichen Austausch werden die Teilnehmenden in interdisziplinäre Gruppen aufgeteilt. In drei aufeinander folgenden Workshops, die jeweils die Behandlungsperspektive einer Profession in den Blick nehmen, können die Teilnehmenden Fragen zu den Fallvorstellungen aus dem Expertenpodium und Anliegen aus der eigenen Praxis einbringen und mit den Referenten und den anderen Teilnehmenden als Experten aus der Praxis diskutieren.

Anmeldungsunterlagen können angefordert werden bei:
Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V.
Im Moos 4
79112 Freiburg
Tel: 07665/9447-0
Fax: 07665/9447-20
E-Mail: info [at] dgm.org