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Hoffnung für Patienten mit Einschlusskörpermyositis

Schneller Zugang zur Forschung

Januar 2016 – Die deutsche Datenbank für Patienten mit Einschlusskörpermyositis ist online an den Start gegangen. Das Projekt innerhalb des europäischen Forschungsverbundes TREAT-NMD ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen diese bisher unheilbare Erkrankung.

Die Einschlusskörpermyositis, die auch als Inclusion body myositis (IBM) bezeichnet wird, ist eine entzündliche Muskelerkrankung, die mit einer langsam fortschreitenden Muskelschwäche einhergeht. Die Erkrankung beginnt im mittleren Lebensalter und betrifft etwas häufiger Männer als Frauen. Zunächst ist oft nur die Beweglichkeit der Patienten eingeschränkt. Im weiteren Verlauf leiden die Patienten zusätzlich zur eingeschränkten Gehfähigkeit an einem zunehmenden Kraftverlust an den Händen und Armen, die viele Alltagsaktivitäten erschwert. Auch eine Schluckstörung kann hinzukommen. Die Schwere der Krankheitsausprägung ist sehr unterschiedlich. Obwohl die Einschlusskörpermyositis die häufigste erworbene Muskelerkrankung im mittleren Lebensalter ist, wird sie als seltene Erkrankung betrachtet. Deshalb können neue Behandlungsmethoden und eventuelle Heilungsmöglichkeiten nur in nationalen und länderübergreifenden Verbünden der Spitzenklasse entwickelt werden. Dafür wurde das europäische Exzellenz-Netzwerk TREAT-NMD für translational Forschung gegründet.

Ansprechpartnerin

Prof. Dr. med. Maggie Walter, M.A.
Friedrich-Baur-Institut an der Neurologischen Klinik und Poliklinik
Klinikum der Universität München
Ziemssenstr. 1
80336 München
Tel. 089 4400-57400
E-Mail maggie.walter [at] med.lmu.de

www.baur-institut.de
www.md-net.org
www.treat-nmd.eu