Großes Hallo bei der Familienfreizeit in Duderstadt

Mit einem großen Hallo und einem herzlichen Willkommen wurden die zehn Familien begrüßt, die am 12. Mai 2017 nach Duderstadt reisten, um nach zwei Jahren wieder einmal ein schönes Familienfreizeit-Wochenende zu erleben.

Am ersten Abend trafen bei einer fröhlichen Vorstellungsrunde altbekannte, aber auch ein paar neue Gesichter aufeinander. Schon auf der Hinfahrt haben sich die einzelnen Familien Geschichten überlegt, die sie zur Vorstellung erzählen wollten. Eine von vier war erfunden und die jeweils anderen Familien sollten herausfinden, welche es war. Die Familien hatten wunderbare, teils amüsante und verrückte Geschichten erzählt und es war ein schöner Einstieg in das Wochenende. So wurde bereits zu Beginn viel gelacht. Durch diese tolle Idee der Organisatoren der DGM wurde schon die Fahrt ins Wochenende spannend und lustig.

Mit dem Europadorf in Duderstadt wurde allen Familien eine absolut behindertengerechte Räumlichkeit geboten in einer zudem herrlichen Anlage, die zu allen angestrebten Themen das richtige Umfeld bot. Nach einem gemeinsamen Frühstück hatten die Kinder viel Spaß mit engagierten und tollen Betreuern/innen und für die Eltern gab es den Programmpunkt – Salutogenese/Resilienz! Wie gehe ich mit den Belastungen um und welche Ressourcen geben uns die Kraft und erhalten unsere Seele gesund? Wie findet man Entlastung, wo gibt es Rettungsringe, wo den nächsten schwimmenden Baumstamm, um Kraft zu sammeln im teilweise wilden Fluss des Lebens.

Duderstadt gab durch seine geografische Lage dem Thema Grenzerfahrungen den Rahmen am Nachmittag für die Frauen-und Männergruppe. Während die Männer ihre eigenen Grenzerfahrungen im übertragenen Sinne beim Gang an der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze austauschten, gab es für die Frauen einen Achtsamkeitsspaziergang durch die wunderschöne Natur rund um das Europadorf. Auch hier eine Ressource, im Hier und Jetzt zu sein, den Kopf frei zu bekommen und somit Kraft zu sammeln. Danach kamen die Familien wieder zusammen für einen Besuch in Duderstadt. Ein großes Lob für diese wunderschöne Altstadt. Die Kombination mit einer nahezu vollständigen Barrierefreiheit hat uns sehr beeindruckt. Abends wurde gegrillt und anschließend gab es am Lagerfeuer wieder Gelegenheit für viele gute Gespräche und auch die Kinder hatten eine Menge Spaß!

Am Sonntagmorgen wurde nochmal über den „Markt der Möglichkeiten“ gesprochen wie Schule, Inklusion, Hilfsmittel, Reisen etc. Auch hier gab es einen regen Austausch der Erfahrungen und Wünsche, an dem auch Karlchen Mucks, das DGM Maskottchen, bei jeder kleinen Gesprächsgruppe eine Zeitlang verweilte. Wieder haben wir Familien einstimmig festgestellt, wie wertvoll diese Familienfreizeiten sind. Für die betroffenen muskelkranken
Kids, die Geschwisterkinder, die Mütter und Väter! Eine echte Ressource für alle! Ein Vater brachte es mit einem Satz auf den Punkt: „So ein Wochenende ist ein bisschen wie „nachhause kommen“!“ Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, des Verständnisses, des Vertrauens und der Freude!

Danke an das Kinder- und Jugend-Betreuerteam, das sich mit vielen Angeboten um alle Kinder gekümmert hat, an Gudrun Reeskau, Tatjana Springer und Franz Stefan, die mit viel Engagement
und Herz für uns da waren. Ihr habt uns ein wunderschönes Wochenende gestaltet mit vielen Anregungen und Hilfen für den Alltag. Wir freuen uns schon sehr auf die nächste Zeit miteinander!
Heike Knüver

Wir freuen uns, dass es uns dank der großzügigen Unterstützung der Kroschke Kinderstiftung möglich war, das Angebot für unsere Eltern in der DGM zu realisieren. Das war #bärenstark für Muskelkranke – das meint auch Karlchen Mucks, der sich im Kreise der Familien sehr wohl fühlte.
Tatjana Springer, Franz Stefan, Gudrun Reeskau