Forschungsförderung heißt Hoffnung geben

Konkret bedeutet die Förderung der Forschung in der DGM, das Menschliche vor wirtschaftliche Faktoren zu stellen. Nicht ökonomische Faktoren sind Ausschlag gebend, sondern wissenschaftlich geprüfte Kriterien sind entscheidend für die Vergabe von Forschungsgeldern. So konnte im Jahr 2013 die Forschung und die Förderung von wissenschaftlichen Projekten mit insgesamt 372.700,35 Euro unterstützt werden, um die Bekämpfung von Muskelerkrankungen einen Schritt weiter voranzubringen.

Die eingereichten Projektanträge werden von zwei Gutachtern (jeweils der 1. und 2. Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats und damit alle zwei Jahre wechselnd) geprüft. Deren Votum geht an den Vorstand, welcher letztlich über eine Förderung entscheidet. 2013 sind insgesamt zehn Anträge eingereicht worden. Die Gutachter erachteten sieben Anträge als förderwürdig. Daraufhin zahlte die DGM zum Stichtag 15.2.2013 68.000,00 Euro bzw. zum Stichtag 15.9.2013 36.400,00 Euro für die Forschungsprojekte aus. Darüber hinaus förderte die „Initiative Forschung und Therapie für SMA“, die unter dem Dach des Fördervereins der DGM beheimatet ist, Projekte auf dem Gebiet der Erforschung der Spinalen Muskelatrophie. Im Jahr 2013 wurden hier nochmals 195.800,35 Euro Forschungsgelder vergeben.

Nahezu alle Muskelerkrankungen zählen zu den seltenen bis sehr seltenen Erkrankungen. Deshalb ist die internationale Vernetzung der Wissenschaft auf diesem Gebiet notwendig. Die DGM ist Vollmitglied des European Neuromuscular Center (ENMC), um den Austausch von Wissenschaftlern auf europäischer und internationaler Ebene zum Nutzen muskelkranker Menschen zu fördern. Als Vollmitglied wird die DGM im Executive Committee (EC) des ENMC durch das Vorstandsmitglied Dr. Arpad von Moers vertreten. Der finanzielle Beitrag, den die DGM zum ENMC leistet, beträgt 30.000,00 Euro. Hiermit werden internationale Workshops zu ausgesuchten Themen finanziert. Das ENMC ist Mitglied des orphannet und von TREAT-NMD, zwei weiteren internationalen Netzwerken. Forschungskonferenzen und -symposien tragen ebenso zum Austausch von Wissen bei. Die DGM unterstützte 2013 die „International Glycogen Storage disease Conference“ in Heidelberg mit 20.000,00 Euro.

Neben der Projektförderung zeichnet die DGM jedes Jahr Wissenschaftler aus, die mit ihren Arbeiten zum Erforschen neuromuskulärer Erkrankungen bedeutend beitragen. Die DGM gab 2013 22.500,00 Euro für Forschungspreise aus. Der mit 2.500,00 Euro dotierte Junior-Preis bestätigt jüngere Wissenschaftler in ihren ersten Erfolgen. 2013 erhielt Dr. Jana Zschüntzsch von der Universität Göttingen den Preis. Mit dem Felix-Jerusalem- Preis sollen ebenfalls jüngere Forscher für Verdienste bei der Erforschung von Pathomechanismen und für objektiv nachvollziehbare Therapieerfolge bei allen Arten von neuromuskulären Erkrankungen ausgezeichnet werden. Der in der Regel in drei Stufen verliehene Preis wurde 2013 einmal an Dr. Frédéric Chevessier von der Universität Erlangen vergeben. Der höchste Preis den die DGM vergibt, ist der Duchenne-Erb-Preis. Er wird nur jedes zweite Jahr an Wissenschaftler vergeben, die durch jahrelangen Einsatz in der Erforschung der neuromuskulären Erkrankungen Herausragendes geleistet haben. Der Preis ist mit 12.500,00 Euro dotiert. 2013 teilten sich die Wissenschaftler Dr. Kathryn Swoboda von der Universität in Salt Lake City (Internationaler Teil) und Prof. Dr. Rudolf Korinthenberg von der Universität Freiburg (Nationaler Teil) sich den Preis.

Sollten Sie Interesse an weiteren Informationen zu Forschung und Forschungsförderung der DGM im Jahre 2013 haben, so können Sie bei der Bundesgeschäftsstelle, patricia.habbel-steigner [at] dgm.org, den vollständigen Bericht anfordern.