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Krankheitsbild

Die akute paralytische Poliomyelitis ist eine Virusinfektion, die akut zu einem Untergang der Vorderhornzellen des Rückenmarks führt. Im Rahmen eines fieberhaften Infekts treten innerhalb weniger Tage Lähmungen auf, die im leichtesten Fall nur einige wenige Muskelgruppen betreffen, im schwersten Fall jedoch tödlich durch Versagen der Atemmuskulatur verlaufen können. Während bis zur Einführung des Polioimpfstoffes regelmäßig Epidemien eine Vielzahl von Opfern forderten, gehört inzwischen eine akute Poliomyelitis zu den seltenen Erkrankungen. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass auch in Deutschland noch zehntausende Überlebende der Polioepidemien leben und unter den Folgen leiden.

Wird die akute Krankheitsphase überlebt, können sich die Lähmungen durch Aussprossen von Nervenfasern und Größenzunahme der Muskelfasern innerhalb von wenigen Jahren teilweise zurückbilden. In den letzten Jahren musste allerdings bei einer großen Anzahl von Überlebenden der großen Epidemien festgesellt werden, dass nach einer stabilen Phase von mindestens 15 Jahren, meist jedoch 20-30 Jahren erneut Symptome auftreten können. Dabei kann es sich sowohl um alte, während der akuten Krankheitsphase vorhandene, als auch um neue Symptome handeln. Als Überbegriff für diese neu aufgetretenen Störungen wurde der Begriff „Postpoliosyndrom“ geprägt.

Die Ursachen sind bisher nicht mit letzter Sicherheit geklärt. Als wesentlicher Faktor, der schließlich zu den verschiedenen unter dem Begriff des „Postpoliosydroms“ zusammengefassten Syndromen führt, ist die chronische Überlastung anzuführen.

Folgende Symptome kennt man:

  • Erschöpfung
  • Muskelschwäche
  • Schmerzen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Atemprobleme
  • Muskelatrophie
  • Muskelkrämpfe

Weitere Informationen über unsere Erkrankung finden Sie unter „Das Postpoliosyndrom“ im Bereich Muskelkrankheiten.