20.08.2013 | Wissenschaft & Forschung

Liebe und andere Katastrophen

Wie gehen Paare damit um, wenn eine Behinderung in ihr Leben tritt – sei es durch einen Unfall, sei es durch eine chronische Erkrankung, die sich verschlechtert. Mit dieser Frage beschäftigt sich die in Berlin lebende Erziehungswissenschaftlerin Birgit Behrisch in ihrer Doktorarbeit mit dem Titel: Leiberfahrung – Körperbetrachtung – Wirklichkeit (Ehe-)Partnerschaftliche Konstruktion von „Behinderung“.

Dieses komplizierte Thema ist nur selten Gegenstand der Forschung, und noch seltener geht es um die Sichtweisen beider Partner, des direkt betroffen und des indirekt betroffenen. Birgit Behrisch hat mit 15 Paaren ausführliche Interviews geführt und setzt das dabei Erfahrene in Beziehung zu grundsätzlichen Fragen von Identität, Paarverhalten und Alltagsgestaltung.  Auch wenn der theoretische Überbau vielleicht nicht ganz leicht zu verstehen ist, greift ihre Arbeit dennoch zahlreiche Aspekte auf, die Betroffene aus ihrem Alltag so oder ähnlich kennen.

Der vollständige Text kann im Internet heruntergeladen werden:  http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/behrisch-birgit-2012-11-20/PDF/behrisch.pdf. Eine leicht überarbeitete Fassung soll demnächst als Buch im transcript-Verlag erscheinen. Über Sigrun.Matthiesen [at] dgm.org  kann man auch Kontakt zur Autorin aufnehmen.