07.02.2021 | In eigener Sache

Öffnung des Berliner HMSN-Gesprächskreises online für alle

Liebe Mitglieder,

als Selbsthilfe-Organisation tritt die DGM dafür ein, dass Betroffene sich in Gesprächskreisen treffen können. Darin kann jede und jeder erleben, dass sie mit Ihren und er mit seinen Problemen nicht allein ist, dass man Erfahrungen austauschen kann, sich gegenseitig Rat und Tipps geben – weit über die Krankheit und ihre Bewältigung hinaus. Es entstehen Freundschaften und es können gemeinsame Veranstaltungen oder Aktionen geplant werden. Für viele sind solche Treffen zu einer wichtigen Stütze geworden, viele andere haben die Erfahrung noch nicht gemacht, denn sie haben vielleicht weder Zeit noch den Mut, sich zu solchen Treffen zu bewegen.

Die Corona-Pandemie schließt auf absehbare Zeit derlei life-Begegnungen aus. So sind einige der Gruppen hilfsweise dazu übergegangen, sich per Video-Schalte zu treffen, etwa über Zoom, goto u.a. Virtuelle Treffen sind bei Weitem nicht dasselbe wie Präsenz-Treffen und können diese nicht ersetzen. Aber als „Notlösung“ haben sie sich schon bewährt. Und sie eröffnen eine neue Chance. Denn bei virtuellen Treffen muss man sich nicht zum Ort des Treffens hinbewegen, sondern kann bequem zu Hause bleiben, seinen Tee und Keks neben dem Bildschirm stehen haben und einfach mal dabei sein. Dazu ist nur etwas Neugier nötig, aber nicht viel Mut. Mut muss man vielleicht haben, wenn man sich wie bislang zur Teilnahme an Präsenz-Treffen in eine fremde Umgebung begeben muss, wo man sich nicht auskennt, (noch) niemanden kennt und sich vielleicht verloren vorkommt. Wo Mobilitätsprobleme eine Rolle spielen, kann das online-Treffen von besonderem Vorteil sein. Auch Mut braucht man hier eigentlich nicht. Aus der Not wird eine neue Tugend:

Unser Gesprächskreis in Berlin, den seit einiger Zeit Petra Loeper leitet, hat beschlossen, versuchsweise den Kreis für Teilnehmer aus ganz Deutschland zu öffnen. Jede und jeder Betroffene oder Angehörige ist herzlich eingeladen, sich bei Petra Loeper (petra.loeper [at] dgm.org) per mail anzumelden und erhält dann von ihr den link, der es erlaubt, sich ohne Weiteres zuzuschalten. Natürlich braucht man dazu einen Computer, ein smartphone oder ein tablet, und technische Probleme sind nicht auszuschließen. Dies lässt sich aber weit einfacher bewältigen als etwa der Grund, der uns zusammenführt: CMT. Bei Bedarf rufen Sie gerne an (030 84723615).

Wichtig ist, dass   wir uns treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Treffpunkt ist jeweils der letzte Samstag im Monat, immer von 16-18.00 h (im März zur Vermeidung der Kollision mit dem Patientenfachtag vorverlegt auf den 20.3.21). Nach Ihrer Anmeldung geht das dann ganz einfach per klick auf den link, den Sie mit der Anmeldebestätigung erhalten.

Sie werden sehen: Es ist nicht nur interessant, es macht auch Spaß und bringt Anregungen – nicht zuletzt bekommen Sie vielleicht sogar Lust, in Ihrer Region einen eigenen virtuellen Gesprächskreis zu gründen, der sobald Corona bewältigt ist, auch als Präsenz-Veranstaltung Betroffene „vor Ort“ life zusammenführen könnte.

Zusätzlich wollen wir den Gedanken des virtuellen Austausches aber auch bundesweit fortführen, in Form von vier „Thementagen“ jährlich. Hier soll jeweils ein spezieller Aspekt der CMT/HMSN bzw. der Bewältigung, etwa der Betreuung, der Hilfsmittel oder der sozialen Integration, mit ausgesuchten Experten besprochen werden können. Der Patientenfachtag am 27. März 2021 kann als erster Versuch dazu verstanden werden.

Wir freuen uns auf Sie

Petra Loeper und Ingolf Pernice