11.11.2021 | In eigener Sache

Filme vom Abschied

Seit 2012 werden in Zusammenarbeit mit der Passage – Kinos GmbH, dem Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V., dem Hospiz Verein Leipzig e.V. ,der Gemeinnützigen Hospizium Leipzig GmbH und der Bärenherz Kinderhospize GmbH Filme vom Abschied in Leipzig präsentiert.

Eingeladen hat vom Gemeinnützigen Hospizium Leipzig GmbH Pallitativzentrum Advena Frau Anke Wick. Der 2015 erschiene Film „Herbert“ mit Peter Kurth in der Hauptrolle wurde gezeigt und im Anschluss zur Podiumsdiskussion eingeladen. Der Film wurde in Leipzig und Halle an der Saale 2014 gedreht. Es wird die Geschichte eines ehemaligen Boxers, Ex-Kriminellen, Türsteher und Privatperson mit Freundin und Tochter beschrieben, der an ALS erkrankt. Eine Lebensgeschichte mit vielen Facetten. Der Film schildert ein raues, teils brutales Leben eines Boxers, welches durch die Erkrankung ALS aus den Fugen gerät und zeigt die sensible Seite eines Menschen in dieser schweren Krisensituation und wie schwer es ist, die Erkrankung mit aller Unwegsamkeit anzunehmen, wenn das überhaupt gelingen kann.

Der Film war gut besucht, dabei waren ca. 15 ehrenamtliche Hopizhelfer*innen und auch einige Betroffene oder deren Angehörige kamen zu der Vorstellung. Herr Dr. Moritz Metelmann, Neurologe am Universitätsklinikum Leipzig, Frau Katharina Kebsch, Kontaktperson der DGM begleiteten Frau Anke Wick und mich durch den Abend. Das besondere an diesem Abend war, im Anschluss niemanden mit diesem schweren Thema im Kinosaal allein lassen zu müssen.

Wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn sich ansehen, sie benötigen dafür starke Nerven.

Tatjana Reitzig, Vorsitzende der Diagnosegruppe ALS