Samstag, 1. Oktober 2016 bis Samstag, 8. Oktober 2016

Erinnerungen an Wartaweil im Oktober 2016

Niklas Medizinstudent aus Lübeck leistet mit der Freizeit sein Sozialpraktikum im Rahmen des Studiums:

L.: „Euch allen eine gute Heimfahrt. War echt cool mit euch allen. Werde euch vermissen.

K.: „Jaa, ich euch auch: (...hat jemand coole Bilder, die er mit uns teilen möchte?“)

C.: „F. Hat noch einige Videos. Vermiss euch jetzt schon. Echt coole Truppe.“

Ich sitze im Zug auf dem Heimweg der DGM-Freizeit 2016 und lese die Nachrichten der am Morgen der Abreise gegründeten Chatgruppe. Das Handy blinkt regelmäßig auf: Herzliche Abschiedsgrüße werden verschickt und erscheinen auf meinem Bildschirm.

M.: „Bin auch wieder sicher gelandet. War schön mit euch allen!“

Um in Kontakt zu bleiben, wurden am Abend zuvor die Kontaktdaten gesammelt. In Kontakt bleiben mit Personen, die man eine Woche zuvor zum Teil noch gar nicht kannte. Ich erinnere mich an die Vorstellungsrunde am ersten Abend: Viele neue Gesichter und Namen, aber auch einige Bekannte. Eine Woche später waren einem alle vertraut. Nach der Runde stellte die Workshopleiterin Sylvia ihren Plan für die Woche vor. Zusammen wollten wir einen 360°-Film drehen. Mit einer entsprechenden „Brille“ könne man damit sogar in die virtuelle Realität des Filmes abtauchen. Wenn man sich mit der Brille bewegt, schaut man sich dementsprechend im Film um. Aber davor heißt es erstmal Probeaufnahmen machen, Drehbuch und Dialoge schreiben und den Film schneiden. Für diese Woche war mir nach dem ersten Abend eines sicher: „Tschüss Alltag – hallo Abenteuer DGM-Freizeit!“

Mein Handy klingelt erneut und auf dem Bildschirm erscheinen Fotos von Sonnenuntergängen am Ammersee. Wunderschön mit Blick auf die Alpen liegt das Schullandheim, in welchem wir untergekommen sind. Zum Teil mehrmals am Tag sind wir an und sogar in den See gegangen, um den Ausblick zu genießen. Ein anderes Foto zeigt ein Lagerfeuer in einem riesigen Tipi. Gemeinsam saßen wir da mit Stockbrot um das wärmende Feuer. Das Knistern des brennenden Holzes klang im Hintergrund zu den Stimmen, die sich unterhielten. Schließlich füllten Gitarrenklänge und Gesang noch einmal das Zelt. Ein weiteres Bild zeigt uns beim Pizzabacken im Holzofen.

Da fällt mir ein – ich habe doch auch ein Video für die anderen. Bei unserer Führung in der Bavaria Filmstadt habe ich zwischen Originalkulissen und aufwändiger Technik aufgenommen, wie es bei den Filmprofis zugeht.

In der Stille im Zug nach der Freizeit fällt mir auf, wie schnell die Tage vergangen sind. In Windeseile kam der letzte Abend mit den feierlichen Premieren des Making-Of's und des 360°-Filmes. Ein letztes Mal hatten wir gemeinsam mit Gitarrenbegleitung gesungen und man konnte die unzähligen Momente voller Lachen, Überraschung oder Freude noch einmal in Ruhe für sich durchgehen.

Das Handy klingelt wieder und reißt mich aus den Gedanken. L. schreibt: „Es waren wirklich tolle sieben Tage mit euch! Werde oft noch an euch denken.“

Ich überlege was ich antworten soll. Vielleicht „bis hoffentlich bald mal...“ oder vielleicht „bis nächstes Jahr...“?

Niklas Wacker