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11.11.2014 | Berichte

Pflegestärkungsgesetz - Was ändert sich ab 2015 im Bereich Hilfsmittel und Wohnumfeld?

"Ab dem 1. Januar 2015 tritt das „Pflegestärkungsgesetz 1“ in Kraft,... Was ändert sich in dieser Leistungsverbesserung im Hilfsmittel-Bereich und der möglichen Selbstversorgung im Alltag?

Die Zuschüsse für notwendige Umbaumaßnahmen im Rahmen einer Wohnumfeld verbessernden Maßnahme und Pflegehilfsmittel werden erhöht.

Grundsätzlich gilt für die Gewährung eines beantragten Zuschusses, dass die vorgesehenen Maßnahmen die häusliche Pflege ermöglichen/ erleichtern oder dass eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederhergestellt und damit die Abhängigkeit von Pflegepersonen verringert werden kann.

Seit dem 1.1.2013 haben auch Menschen mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf (sogenannte Pflegestufe "0") Anspruch auf Zuschüsse zur Wohnumfeldverbesserung.

Die Entscheidung, ob und ggf. in welcher Höhe ein Zuschuss zur Verbesserung des Wohnumfeldes gewährt wird, liegt im Ermessen der Pflegekasse. Zu beachten ist, dass alle baulichen Veränderungen, die das Wohnumfeld des Pflegebedürftigen verbessern, zusammen als "1 Maßnahme" erfasst werden. Ändert sich (nachträglich objektiv) die Pflegesituation, kann eine 2. Maßnahme beantragt werden. Es empfiehlt sich, eine detaillierte Beschreibung der veränderten körperlichen Situation im Rahmen der Beantragung beizufügen.

Durch die „eine“ Umbaumaßnahme, die oft mehrere bauliche Veränderungen (begehbare Dusche, Türverbreiterungen, Stützgriffe, Rampen etc.) umfasst, kann es Betroffenen erst ermöglicht werden im eigenen Zuhause oder in einer Pflegewohngemeinschaft zu bleiben.

Neu ist, dass ab dem 01.01.2015 pro Maßnahme anstatt maximal 2.557 Euro bis zu 4.000 Euro anerkannt werden können. Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, konnten sie bisher 10.228 Euro und jetzt bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme erhalten.

Übrigens: Auch die Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln, die im Alltag verbraucht werden (Einmalhandschuhe, Händedesinfektionsmittel etc.), werden angehoben. Anstatt von bis zu 31 Euro können ab dem 01.01.2015 Kosten für Pflegehilfsmittel bis zu 40 Euro je Monat erstattet werden...."