20.11.2020 | In eigener Sache

Neues Infektionsschutzgesetz: Schreiben der DGM an das Ministerium für Gesundheit

Muskelkranke sind Risikogruppe mit einem signifikant erhöhtem Risiko

Im Zusammenhang mit dem am 18. November.2020 verabschiedeten Infektionsschutzgesetz wurde in § 20i SGB V (S. 57) auch geregelt, dass das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in einer Verordnung bestimmen kann, dass Versicherte einen Anspruch auf

  • „bestimmte Schutzimpfungen oder auf bestimmte andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe haben, im Fall einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 insbesondere dann, wenn sie aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben, wenn sie solche Personen behandeln, betreuen oder pflegen oder wenn sie in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung besitzen,“
  • „bestimmte Schutzmasken haben, wenn sie zu einer in der Rechtsverordnung festzulegenden Risikogruppe mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gehören.“

Die DGM weist ausdrücklich darauf hin, dass Menschen mit Neuromuskulären Erkrankungen überwiegend zu dem oben genannten Personenkreis gehören.

Konkrete Einschätzungen wurden von Experten der Neuromuskulären Zentren der DGM in Deutschland und von der World Muscle Society getroffen und wurden dem Schreiben beigefügt. Nachfolgend finden Sie den Brief an das BMG sowie die o.g. medizinischen Stellungnahmen.