22.07.2013 | In eigener Sache

Konstantin Groschs Petition startet durch!

Über 50.000 Menschen haben Konstantin Groschs Petition unterzeichnet. Bereits vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle auf die Petition aufmerksam gemacht und um Ihre Unterstützung gebeten. Die Petition richtet sich gegen die aktuelle einkommens- und vermögensabhängige Finanzierung von Assistenzleistungen für Menschen mit Behinderung, da dies für viele aktiv am Berufsleben teilnehmende Menschen trotz eigenem Einkommen ein Leben auf Sozialhilfeempfänger-Niveau bedeutet und Sparen für größere Anschaffungen wie Autos oder einfache Urlaubsreisen unmöglich macht. Wenn ein Mensch mit Assistenzbedarf heiratet oder einen Lebenspartner hat, wird auch dieser in die Finanzierung der Assistenz mit einbezogen. 

Diese Situation ist für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen nichts ungewöhnliches und betrifft auch sehr viele Mitglieder der DGM!

Mittlerweile findet die Petition auch bei den Medien weitere Verbreitung. Der Spiegel berichtet in einem ausführlichen Artikel mit Fotostrecke über die Situation von Menschen wie Konstantin, der durch eine Form von Muskeldystrophie auf einen Elektrorollstuhl und Assistenz angewiesen ist. In der Print-Ausgabe der taz wurde ebenfalls. ausführlich mit Hintergründen zum Sozialgesetzbuch und den Vorbild-Lösungen aus Skandinavien, zu Konstantins Petition berichtet.

Konstantin möchte die Petition der Ministerin Ursula von der Leyen persönlich überreichen, um so mehr Medieninteresse auf Deutschlands Verstoß gegen die UN-Konvention und die mangelnde Gleichstellung von Menschen mit Assistenzbedarf aufmerksam zu machen. Er hofft, dass mit dem gesteigerten Medieninteresse für dieses Thema auch der Druck auf die Bundesregierung wächst und eines Tages für viele Menschen in Deutschland endlich auch ein gleichgestelltes Leben möglich werden kann.

Hier geht's zum Spiegel-Artikel!
Hier geht's zur Fotostrecke!
Hier geht's zum taz-Artikel!

Hier geht's zur Petition!