05.11.2020 | Berichte

Bundesverwaltungsgericht erweitert die Kriterien für Präimplantationsdiagnostik

Nur in Ausnahmefällen dürfen Gentests an menschlichen Embryonen durchgeführt werden. Über jeden Einzelfall urteilt eine Ethikkommission. Aufgrund der Klage eines Paares aus Bayern, deren Antrag auf Präimplantationsdiagnostik abgelehnt wurde, urteilte jetzt das Bundesverwaltungsgericht. Die Richter erweiterten den Kriterienkatalog, wann eine Erbkrankheit als schwerwiegend einzustufen ist.

Konkret bedeutet dies für das Paar aus Bayern, dass sie die Untersuchungen machen lassen dürfen, wenn das Kind an der klassischen Form der Muskelerkrankung Myotone Dystrophie Typ 1 erkranken könnte.