28.12.2021 | In eigener Sache

Bundesverfassungsgericht urteilt zur Triage

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gab heute sein Urteil zur Verfassungsbeschwerde von neun Menschen mit Behinderungen und Vorerkrankungen bekannt. Sie befürchten, dass sie in der Corona-Krise in der Situation einer Triage, von Ärzten aufgegeben werden: Ohne gesetzliche Vorgaben könnte die Entscheidung, ob sie bei nicht ausreichend zur Verfügung stehenden intensivmedizinischen Ressourcen nicht behandelt werden, gegen sie ausfallen. Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt entschieden, dass der Gesetzgeber umgehend Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer sogenannten Triage treffen muss.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-109.html

Constantin Grosch, Mitglied im Vorstand der DGM, war einer der neun Menschen, die Beschwerde einlegten. Seine Stellungnahme zu dem Urteil können Sie im Interview mit dem ZDF hören: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/211228-heute-sendung-12-uhr-100.html