Eltern und Kinder

Schutzimpfungen gegen COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen

Seit Juni 2021 kann der COVID-19-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren eingesetzt werden, der Impfstoff Spikevax® von Moderna seit Juli 2021. Die STIKO empfiehlt die Corona-Schutzimpfung mit Comirnaty® oder Spikevax® für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren.
Entscheidungshilfe für Kinder und Eltern zur Corona-Schutzimpfung

Am 09.12.2021 hat die STIKO eine COVID-19-Impfempfehlung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren veröffentlicht. Empfohlen wird danach die Impfung für Kinder mit Vorerkrankungen und Kinder, in deren Umfeld sich Menschen mit hohen Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden und die sich selbst nicht ausreichend durch Impfung schützen können. Kinder ohne Vorerkrankungen können auf individuellen Wunsch ebenfalls geimpft werden. Die Impfung soll mit 2 Impfstoffdosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty mit einem Drittel der Erwachsenendosis im Abstand von 3-6 Wochen erfolgen, die Auslieferung des "Kinderimpfstoffs" ist für den 20.12.2021 angekündigt.

NDR Coronavirus-Update Sonderfolge: Kinderimpfung

Kurzinformation des Herstellers Pfizer


Schulbesuch von Kindern mit Neuromuskulärer Erkrankung

Sollte oder kann mein Kind in die Schule gehen? Was ist zu beachten? Wie komme ich an ein Schulattest?

Es gibt hierfür keine allgemeingültige Richtlinie. Die Entscheidung, ob Ihr Kind die Schule in der derzeitigen Situation besuchen soll, muss individuell getroffen werden. Besprechen Sie sich dazu mit dem betreuenden Neuropädiater an Ihrem Sozialpädiatrischen Zentrum oder Ihrem Kinderarzt. Erkundigen Sie sich bei der Schule zu den geplanten Maßnahmen. Wägen Sie Gegebenheiten und Bedingungen an der Schule ab. Ihr Kinderarzt kann für Ihr Kind unter Betrachtung der individuellen gesundheitlichen Situation eine Risikoeinschätzung vornehmen und ggf. ein ärztliches Attest ausstellen. Für eine Risikoeinschätzung sollten folgende Punkte beachtet werden:

Schule:

  • Wie kommt Ihr Kind in die Schule? Bringen Sie Ihr Kind oder wird es z. B. in einem gut besetzten Kleinbus gefahren, ist es auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen?
  • Klassengröße: Bei einer Klassengröße von beispielsweise sieben Kindern mit Platz zum Abstandhalten und der Möglichkeit, bei Bedarf eine Maske zu tragen, ist das Risiko geringer zu erkranken.
  • Besteht eine Maskenpflicht? Werden Masken zur Verfügung gestellt? Desinfektionsmittel?
  • Wie lange dauert der Unterricht? Wie ist die Pausensituation?
  • Ist Online-Unterricht eine Alternative?

Welche gesundheitlichen Faktoren spielen eine Rolle?

  • Tendenziell ist das Risiko für Kinder, die keine pulmonale Beteiligung haben, eher kleiner.
  • Bei Kindern mit einer relevanten Ventilationsstörung, die eine Form der Atemunterstützung bedürfen, sollte das Risiko eines Schulbesuchs sehr sorgfältig mit den behandelnden Ärzten besprochen werden.
  • Bei Kindern, die sich in einem Zwischenbereich befinden, ist eine individuelle Entscheidung unter Berücksichtigung der Gesamtsituation zu treffen.

Für Eltern könnte o.g. ärztliches Attest auch relevant zur Vorlage beim Arbeitgeber sein. Darin sollte vermerkt sein, dass das Kind zur Risikogruppe gehört, eine Notbetreuung nicht möglich und der Schulbesuch ausgeschlossen ist. Auf den Seiten der Kultusministerien der Länder finden sich Informationen zu Hygienemaßnahmen in den Schulen, Definitionen für Schüler mit Risikofaktoren und Hinweise zu individuellen Unterrichts- und Prüfungsmöglichkeiten.


Tipps und Unterstützungsangebote für Familien

  • Informationen über Unterstützungsangebote für Familien in der Corona-Zeit sowie Tipps für Eltern und Jugendliche zum Umgang mit Corona bietet das Familienportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
  • Im Rahmen des Aktionsprogramms "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" bietet das BMFSFJ Familien mit kleineren und mittleren Einkommen und Familien mit Angehörigen mit einer Behinderung kostengünstig eine "Corona-Auszeit" in Familienerholungseinrichtungen an. Dazu zählen gemeinnützige Familienferienstätten und andere für die Familienerholung geeignete gemeinnützige Einrichtungen. Die Familien zahlen dort in diesem und im nächsten Jahr für eine Woche Urlaub nur etwa zehn Prozent der Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Familien können seit dem 23. September 2021 den vergünstigten Familienurlaub bei den Familienerholungseinrichtungen buchen.

Infos für Kinder und Jugendliche

  • Corona und  Du: Infoportal zur psychischen Gesundheit für Kinder, Jugendliche und Eltern der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, LMU Klinikum, München
  • Informationen für Kinder: Sonderseite des WDR, auf der täglich Fragen kindgerecht beantwortet werden
  • Wie erkläre ich meinem Kind die aktuelle Corona-Krise? Diese schon für Erwachsene nicht einfache Situation, ist für Kinder noch weit mehr beängstigend. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat Tipps für Eltern zusammengetragen.
  • Aufregung im Wunderwald: eine Bildergeschichte zur Corona-Situation für Kinder, erzählt von Björn Enno Hermans und illustriert von Annette Walters. In mehreren Sprachen als PDF und als mp3-Audiodatei auf Deutsch hier zum Herunterladen.

Weitere Informationen

  • Fachliche Stellungnahmen und Informationen der DGKJ: Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin DGKJ bietet fachliche Informationen zu verschiedenen Aspekten, u. a. Kita- und Schulbesuch, Masken, Schutzimpfungen, medikamentöse Therapie, stationäre und intensivmedizinische Behandlung, Auswirkungen der sozialen Einschränkungen auf Kinder und Jugendliche, Kinderschutz sowie Stellungnahmen und Empfehlungen weiterer Fachgesellschaften.