Assistenz und Pflege

Aktuelle Regelungen in der Pflege im Zusammenhang mit Corona

Vor dem Hintergrund der durch Bundesregierung und Landesregierungen für November 2020 beschlossenen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen finden derzeit keine persönlichen Hausbesuche zur Feststellung des Pflegegrades statt. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband und die Medizinischen Dienste in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit und PKV-Verband verständigt. Weitere mit dem „zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zunächst bis Ende September 2020 befristete Regelungen wurden bis Jahresende verlängert.

Häusliche Krankenpflege

Folgende Regelungen gelten bis 31. Januar 2021:

  • Vertragsärzte dürfen Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese ausstellen und postalisch an den Versicherten übermitteln, die Portokosten werden erstattet. Patienten müssen also nicht in die Praxis kommen, nur um sich ein Rezept oder eine Verordnung abzuholen. Möglich ist das allerdings nur, wenn der Patient bei dem Arzt bereits in Behandlung ist. In diesem Fall muss auch nicht die elektronische Gesundheitskarte eingelesen werden: Die Versichertendaten aus der Patientenakte dürfen übernommen werden.
  • Folgeverordnungen dürfen rückwirkend ausgestellt werden und zwar für bis zu 14 Kalendertage (bisher waren rückwirkende Verordnungen grundsätzlich nicht zulässig und Ausnahmefälle besonders zu begründen, dies gilt nur noch für Erstverordnungen).
  • Versicherte haben statt 3 jetzt wieder 10 Arbeitstage Zeit, eine Verordnung zur Genehmigung bei ihrer Krankenkasse vorzulegen. So lange erstattet die Krankenkasse die Kosten, auch wenn die Leistung am Ende nicht genehmigt wird. Dies gilt für Häusliche Krankenpflege und für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).