09.08.2016 | Berichte

Jeder Kilometer zählt ...

Bianca Schubert ist bereits in Holland und kurz vor ihrem Ziel. Sie schreibt in ihrem Bericht vom Wochenende:

Goedenavond uit Leersum , Nederland, Guten Abend aus Leersum in den Niederlanden! Wie ihr feststellen könnt, hab ich die Grenze passiert. Gestern Mittag gegen 13.15 betrat ich in Millingen niederländisches Pflaster. Aber vorher begegnete ich in Xanten noch wundervollen Menschen. Ich nächtigte in einer Jugendherberge, als mich dort ein älterer Herr ansprach, ob ich nicht die Dame wäre, die die Benefiz-Tour fährt? Als Hilfestellung gab er mir den Hinweis, dass wir uns bereits in Koblenz begegnet sind und er nach Irland weiter reist. Dann erinnerte ich mich wieder. Wir gingen gemeinsam Abendessen und tauschten unsere Erlebnisse aus. In der Jugendherberge angekommen traf ich zwei super nette Frauen in meinem Zimmer an und wir redeten bis in die Nacht hinein. Am nächsten Morgen fiel der Abschied besonders schwer. Hätte ich nicht bereits in Arnheim ein Zimmer gebucht, wäre ich noch einen Tag geblieben.

Nun ging es Richtung holländische Grenze. Da ich erst gegen 10.00 Uhr von Xanten wegfuhr, war ich dementsprechend spät am Ziel und zu allem Überfluss lag die Stayokay (Jugendherberge) auch ganz weit vom Zentrum entfernt. Mit Händen und Reiseführer und Schulenglisch fand ich aber immer hilfsbereite Menschen, die mir den Weg zeigten oder mich gar ein Stück begleiteten.

Habt ihr schon mal „schwimmende“ Kühe gesehen. Ich ja! Dachte diese Tiere meiden das Wasser, aber in diesem Fall scheint das Futter im See zu köstlich zu sein.

Nun bin ich auf einem Naturcampingplatz. Vor mir versucht gerade eine Mutter mit ihrem Jungen, Holz zu hacken. Ich sitz hier fern ab von Autoverkehr und Zivilisation, mitten in der Natur und schreibe diesen Bericht. Naja, ein bisschen Zivilisation, in Form von Strom und Internet hat hier auch Einzug gehalten. Seit zwei Tagen buche ich auch kein Zimmer mehr vor. Das scheint in den Niederlanden, zumindest auf der Rheinradtour, kaum möglich zu sein. Ich mache jetzt die Campingplätze unsicher. Das Fahren ist somit viel entspannter. Ich muss nur irgendwann, im Laufe des Tages mal nach Zeltplätzen Ausschau halten und den Tag in Ruhe ausklingen lassen. Hätte ich vielleicht schon früher ausprobieren sollen.

So ihr Lieben. Dies wird der letzte Bericht vor der Zieleinfahrt in Hoek van Holland sein. Ich hab noch ausreichend Zeit, die letzten Tage etwas ruhiger angehen zu lassen. Noch ca. 160 km trennen mich von der Mündung des Rheins.

Wünscht mir Glück!

Groeten je Bianca! Liebe Grüße, Eure Bianca