03.12.2018 | In eigener Sache

Erst mit Protest-Demo wurde das Ziel erreicht

Seit dem Tod ihres Mannes, der Birgit Kalwitz assistierte, ist unser muskelkrankes Mitglied, Gesprächskreisleiterin und Delegierte in NRW im Streit mit dem Gericht um mehr Assistenz. Genehmigt wurden ihr bislang 5,5 Stunden, gebraucht werden jedoch 18 Stunden. Seit dreieinhalb Jahren dauert der Streit bereits an. In anderen Bundesländern wären ihr die Assistenzstunden längst genehmigt. Ob der Ungerechtigkeit haben sich bereits im Sommer Freunde und Helfer zusammengetan und sich an die Öffentlichkeit gewandt. Jetzt Ende November demonstrierten sie mit rund 50 Menschen und mit 57.000 Unterschriften, die sie für Birgit Kalwitz Anliegen gesammelt haben, vor dem Kreishaus in Düren.

Und dann ging es plötzlich ganz schnell: Landrat Wolfgang Spelthahn, der die Unterschriften entgegennahm, sah die Willkür seiner Behörde ein und versprach sich für die Aufstockung der Assistenzstunden einzusetzen. In der Zwischenzeit hat Birgit Kalwitz die Genehmigung von 12,5 Stunden erhalten, ob zusätzlich zu den 5,5 Stunden wird noch zu klären sein. Sich wehren hilft, am besten miteinander füreinander.

Mit bei der Demonstration war unser Vorstandsmitglied Constantin Grosch. Er berichtet ausführlich in seinem Inklusions-Podcast von den Geschehnissen in Düren.