19.07.2016 | In eigener Sache

Biancas Benefiz-Rheintour

Grüezi, alle Miteinander. Einen sonnigen Gruß aus dem kleinen Fürstentum Lichtenstein. Ja, Sie lesen richtig. Ich habe einen Abstecher ins Nachbarland unternommen. Aber der Reihe nach.

Nach meinem Start in Andermatt oder besser gesagt, vom Oberalbpass ging es 50 km nur bergab. Mein Rad rollte und rollte. Die Bremse war mein bester Freund. So kam es, dass ich am ersten Tag knapp 85 km zurücklegte. In Versam, ganz in der Nähe der Rheinschlucht endete mein Tag auf einer Terrasse mit herrlichem Blick auf die Berge. 

Am heutigen Tag führte mein Weg über das „Heidi“-Dorf Maienfeld. Dieses Mal fuhr ich auch durch wunderschöne Weinberge – leider ist der Wein noch nicht reif, daher kann ich euch nicht verraten, ob es ein guter Jahrgang wird. Auch glücklich im Schlamm suhlende schweizer Schweine säumten meinen Weg.

Es sollte heute eigentlich nicht ganz so weit gehen. Anscheinend hatte ich die „falsche“ Rheinseite ausgesucht, jedenfalls, was die Auswahl an Unterkünften betraf. Dann aber kam die Erlösung in Form einer Brücke, die mich ins Fürstentum Lichtenstein, in die Hauptstadt Vaduz mit knapp 5.000 Einwohnern führte. Hier endet heute auch mein Tag. Tachostand: 155 km! War so nicht geplant, aber genau das ist der Reiz dieser Reise. Ich weiß nicht genau, wann und wo der Tag endet.

Mir geht’s gut, bin zwar erschöpft, aber das ist ja normal, wenn man knapp 7 Stunden Fahrrad fährt. Die Landschaft ist einfach atemberaubend. Ich bin überwältigt von der Schönheit der Natur. Die Eindrücke sind kaum zu verarbeiten. Daher habe ich mich heute mal auf mein Zimmer zurückgezogen und lasse alles Revue passieren.

Bis zum nächsten Mal

Eure Bianca