24. Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der DGM am 9. und 10. Mai 2019

DGM-Newsletter 03-2019

Im Zweijahresrhythmus veranstaltet die DGM den Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirats, der in diesem Jahr in Göttingen in der Georg-August-Universität Göttingen stattfand. Als Kongresspräsident hat Herr Prof. E. Wilichowski gemeinsam mit seinem Kollegium des Neuromuskulären Zentrums der Universitätsmedizin Göttingen hochrangige, dem neuestem Stand der Wissenschaft entsprechende,

nationale und internationale Referierende, Wissenschaftler und ausgewiesene Experten gewinnen können. Der Kongress stand unter der Überschrift „Translationale Medizin im Bereich der neuromuskulären Erkrankungen“. Dies meint das Einbinden von interdisziplinärer präklinischer Forschung in die klinischen Abläufe, Entwicklungen und therapeutischen Anwendungen.

Mehr als  380 teilnehmende Wissenschaftler, Therapeuten und Mediziner konnten sich in zahlreichen Sitzungen, Symposien, Posterbesprechungen und Netzwerktreffen informieren, austauschen und sich ihre Erkenntnisse näherbringen. Der Kongresspräsident Prof. E. Wilichowski betonte die derzeitigen Forschungserfolge und die damit verbundenen weiter bevorstehenden Entwicklungen: „Die Aufklärung molekularbiologischer Prozesse hat erfolgreich zu neuen Therapieprinzipien geführt, die entweder bereits in den klinischen Alltag Einzug gehalten haben oder aktuell in fortgeschrittenen klinischen Studien geprüft werden“.
Bereits die Begrüßung durch den Kongresspräsidenten Prof. Wilichowski, Herrn Dr. Perschke (Vorsitzender des Bundesvorstands der DGM), Herrn Prof. Kroemer (Dekan der Med . Fakultät), Frau Behbehami (Bürgermeisterin Göttingen) hat gezeigt, dass sowohl die medizinische Fakultät als auch die Stadt Göttingen voll hinter diesem Kongress stehen. Herr Dr. Perschke konnte in seiner Begrüßung auf die Rolle der DGM als Selbsthilfeorganisation eingehen. Zudem hat er in diesem Rahmen die Verdienste der im Dezember 2018 verstorbenen Frau Anne Kreiling als langjährige DGM-Vorsitzende gewürdigt.
Das anschließende wissenschaftliche Programm war überschrieben mit den Hauptthemensträngen: „Next Generation“ Genetik und Epigenetik, moderne bildgebende Verfahren sowie molekulare Therapien. In den unterschiedlichen Sälen, Sitzungsräumen und sonstigen Veranstaltungsplätzen wurden insgesamt ca . 40 Veranstaltungen durchgeführt. Der Umfang und die Vielzahl der eingegangenen Themen wurden durch ein streng durchstrukturiertes Programm abgebildet. Parallelveranstaltungen ließen sich leider nicht vermeiden, so dass einige Teilnehmer ihre Interessen priorisieren mussten. Zahlreiche Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bestätigt, dass der Verlauf, die Organisation und insbesondere die Qualität der Themeninhalte auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau präsentiert wurden. Der Kongress kann somit als voller Erfolg angesehen werden: Das Ziel, den Wissenstransfer und die Vernetzung zu initiieren, ist vollumfänglich erreicht worden.
Der intensive Gesprächsbedarf beim traditionellen Gesellschaftsabend hat zudem verdeutlicht, dass Kooperationen, Vernetzungen und gemeinsame Projekte bereits geplant sind und somit die Weiterentwicklung der medizinischen Therapieangebote mit hoher Motivation angegangen wird. Bei jazziger Hintergrundmusik konnte sich die Tagungsstätte Alte Mensa in Göttingen gut präsentieren. Dabei konnte Prof. Wilichowski den Abendgästen noch weitergehende historische Einblicke in das Tagungshaus und in die Biographien der Namensgeber der einzelnen Säle näherbringen.
Die Abschlussveranstaltung am Freitagnachmittag erfolgte mit der Prämierung der besten Poster durch Prof. Wilichowski. Zudem gab Herrn PD Dr. Großkreutz einen Ausblick auf den Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirats der DGM im Jahr 2021, der in Jena ausgetragen wird.
Die DGM bedankt sich beim Kongressmanagement Conventus, Lisa Koch, für einen reibungslosen, durchdachten und hervorragend strukturierten Ablauf der Tagung.

Ein besonderer Dank gilt dem wissenschaftlichen Komitee für die die exzellente wissenschaftliche Zusammenstellung und Präsentation der Kongressthemen . Das Komitee war zusammengestellt mit:
∙ Prof. Ekkehart Wilichowski, (Klinik für Kinder- und  Jugendmedizin, Universitätsmedizin Göttingen, Abt.  Neuro- und Sozialpädiatrie) als Kongresspräsident sowie
∙ Dr. med. Elke Hobbiebrunken (Abt . Neuro- und  Sozialpädiatrie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin)
∙ Dr. med. Jana Zschüntzsch (Klinik für Neurologie)
∙ Prof. Dr. med. Jens Schmidt (Klinik für Neurologie)
∙ Prof. Dr. med. Michael Sereda (Klinik für Klinische  Neurophysiologie / Abt . Neurogenetik, Max-Planck- Institut für Experimentelle Medizin)
∙ Prof. Dr. med. Bernd Wollnik (Institut für Humangenetik).