23. Kongress des Wissenschaftlichen Beirats der DGM mit Patientanfachtag

Am 16. und 17. Februar dieses Jahres fand der vom amtierenenden Vorsitzenden des Wisschenaftlichen Beirats, Herrn Prof. Schoser, bestens organisierte Kongress in München statt. Trotz des frühen Termins war der Kongress sehr gut besucht. Das Künstlerhaus hatte eine ideale Größe. Alle Vortragsräume hatten die richtige Größe und lagen so beieinander, dass man kurze Wege hatte und auch in den Pausen reger Austausch stattfinden konnte. Ein Wermutstropfen war allerdings die nur bedingte Tauglichkeit für Rollstuhlfahrer.

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie neuromuskulärer Erkrankungen ermöglichte es, als Kongressthema „Therapie neuromuskulärer Erkrankungen“ zu wählen. Dass dies nicht zu hoch gegriffen war, belegten die zahlreichen hochrangingen Vorträge. Die Eröffnungsveranstaltung verdeutlichte, dass deutsche Forscher auch international hohes Ansehen genießen, sind doch die Referenten heute in London, Newcastle, Frankreich (Montigny) oder den USA (Bethesda) an exponierter Stelle tätig.

In der Ausgabe 1-2/2017 der Zeitschrift Nervenheilkunde sind die Abstracts des Kongresses unter dem Titel „Perspektiven neuromuskulärer Erkrankungen“ zusammen gefasst. Das Heft erscheint im Schattauer Verlag, Stuttgart. Wie immer in einem Kongressjahr, fand auch die Vergabe der Forschungspreise im diesem Rahmen statt. Neben den jährlich zu vergebenden Preisen (Juniorpreis und Felix-Jerusalem-Preis) ist die Vergabe des höchstrangigen Preises der DGM, der Duchenne-Erb-Preis einer der Höhepunkte einer solchen Veranstaltung.

Duchenne-Erb-Preis wird seit geraumer Zeit in zwei Teilen vergeben. Die eine Hälfte erhält ein deutscher Forscher, der für ein Lebenswerk auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen ausgezeichnet wird, die andere Hälfte wird international vergeben.

Der Duchenne-Erb-Preis des Jahres 2017 ging an Herrn Prof. Stefan Zierz aus Halle / Saale und an Herrn Prof. Bjarne Udd aus Tampere (Finnland).

Der Felix-Jerusalem-Preis, gestiftet von der Firma Sanofi-Genzyme, wird in drei Teilen vergeben.

Den 1. Preis erhielt Prof. Markus Otto aus Ulm,
den 2. Preis erhielt Dr. Peter Meinke aus München und
den 3. Preis erhielt Dr. Stefanie Schreiber aus Magdeburg.

Dr. Eva Wibbeler

Den Juniorpreis, gestiftet von der Firma Hormosan, erhielt in diesem Jahr Frau Dr. Eva Wibbeler aus Essen.

Die Preise wurden dieses Mal im Rahmen eines "Get together" am Donnerstagabend vergeben. Das Programm wurde durch einen Auftritt des Duos „Blind and Lame“ bereichert und passte hervorragend zu diesem Rahmen.

Die Unterhaltung kam auch am Gesellschaftsabend am Freitag nicht zu kurz. Der Abend war als Bayrisch-kabarettistischer Festabend mit Stephan Zinner gestaltet. Wer des bayrischen nicht mächtig ist, hatte gelegentlich einige Mühe den Ausführungen zu folgen, alle anderen genossen diesen hervorragenden Auftritt.

Prof. Benedikt Schoser

Der Vorstand der DGM bedankt sich auch von dieser Stelle aus bei Herrn Prof. Schoser und seinem Team für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung des Kongresses.

Patientenfachtag

Am Samstag fand dann in bewährter Weise der Patientenfachtage, das sog. Fachtage-Symposium statt. Die drei Diagnosebereiche „HMSN“, „Gliedergürtel-Dystophien“ und „Myotone Dystrophie“ stellten die Themen dieses Fachtages.

Der Patientenfachtag war ebenfalls sehr gut besucht und die Verbindung dieses Angebots zum Kongress des Wissenschaftlichen Beirats hat sich bewährt, so dass diese Tradition auch in Göttingen, wo der nächste Kongress stattfinden wird, seine Fortsetzung finden wird. Der Termin steht auch bereits fest: Kongress am 9. und 10. Mai 2019, Patientenfachtag am 11. Mai 2019.